BASF gibt Ausblick auf neue Pflanzenschutzmittel

BASF rechnet mit einem aktuellen Spitzenumsatzpotenzial von 3 Milliarden Euro für ihre Pipeline im Unternehmensbereich Crop Protection. Dieser Wert bezieht sich auf Produkte und Lösungen, die zwischen 2015 und 2025 auf den Markt gebracht werden.

BASF erwartet die Eionführung innovativer Produkte in allen Pflanzenschutzindikationen bis 2025 (Bildquelle: BASF)

BASF rechnet mit einem aktuellen Spitzenumsatzpotenzial von 3 Milliarden Euro für ihre Pipeline im Unternehmensbereich Crop Protection. Dieser Wert bezieht sich auf Produkte und Lösungen, die zwischen 2015 und 2025 auf den Markt gebracht werden.

Im Bereich Fungizide macht BASF nach eigener Aussage große Fortschritte bei der weltweiten Markteinführung eines neuen Wirkstoffs mit Blockbuster-Potenzial. Das neue Fungizid zeige ausgezeichnete biologische Wirksamkeit und soll ein zentrales Instrument bei der effektiven Bekämpfung von Krankheiten werden, heißt es. Umfangreiche Forschungen bescheinigten zudem ein hohes Potenzial für ein breites Wirkungsspektrum gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern in verschiedenen Feld- und Sonderkulturen. Das Fungizid befindet sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase und wird voraussichtlich ab 2019 erhältlich sein.

Besonders heraus hebt BASF seine weiterentwickelte Dicamba-Formulierung. EngeniaTM wurde für den Einsatz in Dicamba-/Glyphosat-toleranten Anbausystemen entwickelt und sei ein sehr leistungsfähiges Mittel bei der Bekämpfung resistenter Unkräuter in Feldkulturen. Vorbehaltlich der anstehenden Registrierung wird EngeniaTM im Laufe des Jahres zunächst in Amerika verfügbar sein.

Herbizide

Die Entwicklungspipeline für Herbizide enthält überdies innovative Technologien in den Bereichen Herbizidtoleranz und Resistenzmanagement. BASF entwickelt Verbindungen, die neue Wirkorte angreifen und in einer Vielzahl von Kulturen herausragende Ergebnisse bei der Bekämpfung resistenter Unkräuter, wie zum Beispiel Ackerfuchsschwanz, zeigen. Mit der Einführung soll Anfang des nächsten Jahrzehnts begonnen werden. Außerdem soll 2017 ein neues Herbizidtoleranz-System für Reis, ProvisiaTM Rice System, auf den Markt kommen. Diese neuen Herbizide sollen Produkte wie Kixor® und das Clearfield®-Produktionssystem ergänzen.

Neue Insektizide

Auch das Insektizid-Portfolio von BASF wird erweitert. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen zwei neue Verbindungen für die Insektenbekämpfung und das Resistenzmanagement zur Verfügung stehen. Beide seien wirtschaftlich vielversprechende Ergebnisse erfolgreicher Kooperationen, teilt das Unternehmen weiter mit. Der Wirkstoff Broflanilide biete einen neuen Wirkmechanismus und zeige ausgezeichnete Ergebnisse bei der Bekämpfung von beißenden Schädlingen, dem größten Marktsegment bei Insektiziden. Er wird in Feld- und Sonderkulturen sowie in der professionellen Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen.

Ein weiterer neuer Wirkstoff mit dem Namen InscalisTM wirkt gegen stechend-saugende Insekten und ermöglicht die nachhaltige Bekämpfung von Blattläusen, Weißen Fliegen sowie bestimmten Zikaden, Blattflöhen und Schildläusen in Feld- und Sonderkulturen sowie im Zierpflanzenbau. Beide Produkte werden weltweit in verschiedenen Märkten eingeführt.

Weitere Entwicklungen aus dem Bereich Functional Crop Care befinden sich in der Markteinführungsphase und sollen bis zum Jahr 2020 für BASF in der Summe Umsätze von über 500 Millionen Euro generieren.

„Trotz derzeit niedriger Rohstoffpreise und einer schwächeren Marktentwicklung in der Agrochemie haben wir volles Vertrauen in die langfristigen globalen Trends“, sagt Markus Heldt, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Crop Protection. In den vergangenen Jahren habe man rund 40 Prozent des Umsatzes mit Produkten erwirtschaftet, die jünger als fünf Jahre sind. Um die mit Innovationen erzielten Markterfolge weiter auszubauen, werde BASF Crop Protection auch in Zukunft rund 9 % des Unternehmensbereichs-Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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