Wissenschaftler starten 2015 groß angelegte GVO-Studie

Welche Auswirkungen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auf die Gesundheit haben, wollen vom kommenden Jahr an Wissenschaftler aus einem „‚neutralen‘ Hintergrund“ aus den USA, Italien und Russland erforschen.

Die größte Studie über GVO und Pestizide, die je durchgeführt wurde, wirbt Factor GMO

Welche Auswirkungen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auf die Gesundheit haben, wollen vom kommenden Jahr an Wissenschaftler aus einem „‚neutralen‘ Hintergrund“ aus den USA, Italien und Russland erforschen.

Wie die Organisatoren von „Factor GMO“ - Initiator und Koordinator ist die Russische Nationale Assoziation für genetische Sicherheit (NAGS) - in London bekanntgaben, soll die Studie „aus Sicherheitsgründen“ an ungenannten Orten in Westeuropa und Russland durchgeführt werden. So solle „jegliche“ Einmischung von außen vermieden werden, die sich nachteilig auf den täglichen Ablauf der Experimente oder die endgültigen Ergebnisse auswirkten könnte.

In der Studie sollen ein herbizidverträglicher GV-Mais und die Anwendung des Herbizids Glyphosat getestet werden. Zudem wollen die Forscher mehr als 6 000 Ratten mit GV-Lebensmitteln füttern und Pflanzenschutzmitteln aussetzen. Nach Abschluss der Untersuchungen soll auf Basis der gewonnenen Daten eine Aussage darüber getroffen werden können, ob der Konsum von GV-Lebensmitteln oder eine Belastung mit den damit verbundenen Pflanzenschutzmitteln in den tagtäglichen Verbrauchsmengen sicher sind.

Geprüft werden soll auch, ob sich GV-Nahrungsmittel oder die damit verbundenen Pflanzenschutzmittel langfristig toxisch auf die Organsysteme auswirken, ob sie Krebs verursachen, die Fruchtbarkeit reduzieren oder angeborene Missbildungen hervorrufen. Schließlich soll geklärt werden, ob die Mischung von Chemikalien im Herbizid „Roundup“ mehr oder weniger giftig ist als der Wirkstoff Glyphosat selbst.

„Factor GMO“ wies darauf hin, dass die vorbereitenden Arbeiten in diesem Jahr begonnen hätten; 2015 solle das vollständige Experiment beginnen und zwei bis drei Jahre dauern. Währenddessen sollen zwischenzeitliche Ergebnisse in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Die Finanzierung werde vollständig transparent sein; eine vollständige Liste der Förderer solle zu Beginn der experimentellen Phase 2015 zur Verfügung gestellt werden, so die Organisatoren. Die fast 25 Mio $ (20,1 Mio Euro) kämen aus weltweiten Quellen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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