EUROPA/Neonikotinoide/Notfallzulassungen

Brüssel gibt Drängen von Berlin bei Rüben nach Premium

Ausufernde Notfallzulassungen für die verbotenen - als bienenschädlich eingestuften - neonikotinoiden Wirkstoffe sorgen für Ärger. Während Deutschland keine Ausnahmen bei der Beizung von Zuckerrüben in Brüssel beantragen will, machen 13 EU-Staaten davon munter Gebrauch. Die EU-Kommision will dem jetzt einen Riegel vorschieben.

Im Streit um die Notfallzulassungen für die EU-weit verbotenen drei als bienenschädlich eingestuften neonikotinoiden Wirkstoffe, Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zeichnet sich eine Auflösung der widerstreitenden Interessen ab. Die EU-Kommission hat in einem Schreiben Mitte Februar vier EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, keine weiteren ungerechtfertigten Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Dies geht aus einem Antwortschreiben von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis vom 19. Februar an Greenpeace Europe hervor, das top agrar vorliegt.

Die EU-Kommission betont in ihrem Schreiben, dass nach der Einschätzung der EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa, dass die drei benannten Neonikotinoide als „bienenschädlich“ eingestuft worden sind, die EU-Mitgliedstaaten ihre national erlaubten Sondergenehmigungen sowohl gegenüber der EU-Kommission und den anderen Mitgliedstaaten gegenüber notifiziert werden müssten.

„Ich habe vier Agrarministern in vier betroffenen Mitgliedstaaten geschrieben, dass sie keine weiteren Genehmigungen für Notfallzulassungen erteilen“, heißt es wörtlich im Schreiben an Greenpeace, dass die ...

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Bei uns auch zulassen !

Dann müssen wir Benzin auch verbieten. Wenn mir beim Tanken einige Tropfen dieser giftigen Substanz auf die Hand tropfen würden, könnte ich damit gut weiter leben. Wenn ich Benzin saufen würde, hätte ich ein Problem. Ich kann Herrn Roetger voll unterstützen, ich muss es. Unserer heutigen Politikergeneration geht es zu gut und sie leben auch gut, trotz vieler giftiger Substanzen in ihrem Umfeld, auf die sie aber natürlich nicht verzichten möchten. Unsere Berufsverbände müssen mehr für uns kämpfen, auch für das Wohlergehen der übrigen Bevölkerung, die ebenfalls vom Wohlstand schläfrig und besoffen sind. "Es geht euch zu gut in Deutschland" hat mir ein intelligenter polnischer Arbeiter bereit vor 20 Jahren immer wieder gesagt.

von Anton Obermeier

Ist ja klar!

Wenn jemand noch einen Funken gesunden Menschenverstand hat muss man ihm gehörig auf die Finger klopfen. So funktioniert die "grüne" EU.

von Heinrich Roettger

Bei uns auch zulassen

Vielleicht sind unsere Nachbarn bauernfreundlicher??Die Simulationsversuche mit der direkten Kontamination der Bienen entsprechen nicht der landwirtschaftlichen Praxis.

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