EUROPA/US-Handel/ Soja-Importe

EU-Importe von US-Soja erreichen Spitzenwerte Premium

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker macht wahr, was er US-Präsident Donald Trump im letzten Sommer versprochen hat: Die Soja-Einfuhren in die EU steigen weiter an. Dies geht nicht nur zulasten der brasilianischen Erzeuger, sondern gefährdet zunehmend auch die europäischen Landwirte als Biomasse-Lieferanten für Bio-Kraftstoffe in der EU.

US-Soja-Exporte in die EU verzeichneten nach Angaben der EU-Kommission im 2. Halbjahr 2018 Aufwüchse von über 100 Prozent. (Bildquelle: tagesschau.de)

Einen Tag vor ihrem Abflug nach Washington lässt EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström „good news“ an die Adresse der US-Administration verbreiten: Das Importvolumen von US-Sojabohnen in die Europäische Union (EU) stieg im zweiten Halbjahr 2018 um 112 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres an. Damit ist der Sojabohnen-Import aus den USA in die EU auf einen Gesamtanteil von 75 Prozent im 2. Halbjahr angestiegen. Dies bedeutet, dass die US-Sojabauern 28 Prozent ihrer Gesamtproduktion nach Europa verkauften. Damit will die EU-Kommission das Versprechen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vom Treffen im Sommer 2018 mit US-Präsident Donald Trump untermauern, dass die EU einen Big Deal ...

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Biodiesel Quote rauf!

Die logische Folge der Sojaschwemme und den verheerenden Klimaprognosen muss eine höhere Beimischungsquote von Biodiesel zum Dieselkraftstoff sein! Sonst leidet der ohnehin gebeutelte Rapsanbau. Langfristig heißt das: weniger Rapsfläche, weniger Bienen, weniger Vögel, mehr einseitige Fruchtfolgen (oder gar Monokulturen) von Getreide und Mais.

von Christian Bothe

SES

Nun mal die Kirche im Dorf lassen...Die Sojabohne ist nun mal das beste Eiweissfuttermittel ob GVO oder non GVO. Die Bauern sollten langfristig Verträge mit ihrem Händler kontrahieren wenn der Preis passt. Für mich ist non GVO ehe nur ein vorüber gehender Hype und Marketing des LEH in reinster Form...

von Steffen Hinrichs

Noch mehr Fleisch und Milch auf dem Markt

Im Gegenzug sollte auch die Fekalien wieder in die USA

von Klaus Ulrich

China sei dank!

Wie war das im Herbst nochmal??? Da hat doch China aufgrund der sich zuspitzenden Handelskonflikte doch Riesenmengen brasilianischer Sojabohnen gekauft und den Amis quasi den "Stinkefinger" gezeigt! In Brasilien dürften nur noch knappe Vorräte an Sojabohnen liegen. Irgendwo mußten dann ja die Amerikaner "Ihre" Bohnen loswerden, da kam Europa doch gerade recht. Jetzt muss es nur noch politisch gut verkauft werden und schon sprechen alle von Win Win. So einfach geht das... Ich frage mich nur, wo die ganzen GVO Bohnen landen werden.... Denn GVO Frei dürften viele Partien ja nicht sein, oder liege ich da falsch??

von Heinrich Roettger

Gnadenloser Wettbewerb zulasten der Europäischen Rapsproduzenten

Mehrfach mit Glyohosat behandelte und in großen Monokulturen produzierte Sojabohnen werden Millionenfach von den USA in die EU exportiert und von uns konsumiert . Bei uns wird die Produktion mit drastischen Einschnitten bei Pflanzenschutz und Düngung von der EU Administration zurückgefahren und verteuert. So werden lediglich die radikalen politischen Ränder in der EU schneller wachsen.Verständis kann für diese Politik nicht mehr unter den Wählern erzeugt werden.

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