GAP

Landwirt Leppä bleibt finnischer Landwirtschaftsminister

Trotz Regierungswechsel bleibt der Landwirt Leppä in Finnland Landwirtschaftsminister. Unter Führung der Sozialdemokraten bildet seine Zentrumspartei mit den Grünen die Regierung.

Der Premierminister der neu gebildeten finnischen Regierung, Antti Rinne von der Sozialdemokratischen Partei, berief Jari Leppä am vergangene Woche in sein Kabinett, dem Vertreter der Sozialdemokraten, der bäuerlich-liberalen Zentrumspartei und der Grünen Partei angehören. Der 59-jährige Leppä ist ausgebildeter Landwirt und führt im Südosten Finnlands einen Agrarbetrieb mit Milchvieh- und Pferdehaltung, der seit dem 16. Jahrhundert von seiner Familie bewirtschaftet wird

Landwirtschaft und Umwelt in zwei Ministerien

Leppä gehört seit 1999 als Abgeordneter der Zentrumspartei dem Parlament in Helsinki an und leitete dort fast ein Jahrzehnt den Forstwirtschaftsausschuss. Der Zentrumspolitiker war bereits seit Mai 2017 Agrarminister in der Mitte-rechts Vorgängerregierung unter dem damaligen Premierminister dem Zentrumspolitiker Juha Sipilä. Seinerzeit war das Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen einer Kabinettsumbildung in zwei eigenständige Teile aufgespalten worden. Diese Zweiteilung wird auch in der neuen Legislaturperiode beibehalten. Neue Ressortchefin des Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz ist die Grünen-Politikerin Krista Mikkonen.

Finnland kämpft gegen Kürzung der 2. Säule

Ab dem 1. Juli 2019 hat Finnland die EU-Ratspräsidentschaft inne. Das Land will die rund um die Europawahl ins Schleppen geratenen Verhandlungen um das EU-Budget für die neue Finanzperiode von 2020 bis 2027 wieder anschieben. „Unser Ziel für die Ratspräsidentschaft ist, den Landwirten möglichst bald Sicherheit über den Inhalt der künftigen EU-Agrarpolitik und deren Finanzierung zu übermitteln“, sagte der finnische Agrarminister Jari Leppä bei der Grünen Woche im Januar in Berlin. Eine Feinabstimmung reiche dabei nicht aus, es seien noch umfassende Änderungen nötig, hatte Leppä gesagt. Besonders drängt Finnland auf eine gute finanzielle Ausstattung der 2. Säule, aus der das Land seine umfangreichen freiwilligen Agrarumwelt- und Tierwohlprogramme finanziert. Leppä machte aber auch keinen Hehl daraus, dass sich sein Land weiter für gekoppelte Prämien für bestimmte Produkte wie zum Beispiel Zuckerrüben einsetzen wird. Deutschland ist hingegen strikt gegen die Fortführung gekoppelter Prämien in der neuen GAP.

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Agra Europe (AgE)

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Stefanie Awater-Esper

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