Landwirtschaft braucht gesellschaftspolitische Begleitung

Eine positive gesellschaftspolitische Begleitung der Landwirtschaft als wesentliches Kriterium für deren Zukunftssicherung haben DBV-Präsident Joachim Rukwied, und der hessische Landesbauernpräsident Friedhelm Schneider, angemahnt. Hier liege einiges im Argen.

Eine positive gesellschaftspolitische Begleitung der Landwirtschaft als wesentliches Kriterium für deren Zukunftssicherung haben DBV-Präsident Joachim Rukwied, und der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Friedhelm Schneider, angemahnt. Hier liege einiges im Argen, beklagte der DBV-Präsident vergangene Woche auf der 60. Landwirtschaftlichen Woche Südhessen in Gernsheim.

Er monierte, dass bei der Grünen Woche in Berlin Fragen des Systemwechsels diskutiert worden seien. Harsche Kritik übte Rukwied an den Grünen, die mit Aussagen wie „Doping im Stall“ die tägliche Arbeit der Bauern mit Füßen treten würden. Er appellierte an jeden einzelnen Landwirten, sich aktiv und laut einzumischen. Nur dann finde der Berufsstand das nötige Gehör.

Auch Schneider beklagte, dass mal wieder im Umfeld der Grünen Woche die Landwirtschaft „als ideologisches Kampffeld“ missbraucht worden sei. Die grüne Bundestagsfraktion tue sich besonders damit hervor, zum Schaden für die heimische Landwirtschaft, zur Verunglimpfung rechtschaffender Bauern und zur Verängstigung der Menschen. Hiervon hebe sich die grüne Politik in Hessen wohltuend ab, stellte Schneider fest. Er bescheinigte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz Bereitschaft zur Kooperation.

Die grüne Ressortchefin betonte in ihrem Grußwort, neben der Sicherung der wirtschaftlichen Basis für die Landwirte stehe der Erhalt der Lebensgrundlagen als politisches Ziel im Vordergrund. Hinz äußerte die Hoffnung, dass sich die Agrarmärkte bald wieder erholen. Sie unterstrich die Notwendigkeit besserer Vermarktungsstrukturen sowie von mehr Betriebsumstellungen auf den Ökolandbau.

Derweil geißelte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaftliche Woche Südhessen, Dr. Willi Billau, selbst Gemüsebauer, den Mindestlohn als weiteres Bürokratiemonster und sagte aufgrund der damit verbunden Kostensteigerung eine Einschränkung beispielsweise des Spargelanbaus voraus.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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