Merz, AKK und Spahn streifen die Agrarpolitik

Einen kurzen Exkurs zu Landwirtschaftsthemen haben die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz am Dienstagabend bei ihrer zweiten Regionalkonferenz gegeben. Annegret Kramp-Karrenbauer will ebenso wie Friedrich Merz das Thema gutes Essen nicht den Grünen überlassen. Jens Spahn legt den Schwerpunkt auf Heimat.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn touren derzeit gemeinsam durch Deutschland und werben für sich als neue CDU-Vorsitzende. (Bildquelle: CDU/Christine Lang)

Auf der Regionalkonferenz im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein stellte ein 80-Jähriger Biobauer aus Hessen den drei CDU-Kandidaten für den Parteivorsitz die Frage, welchen Stellenwert sie den Themen Ernährung, der Förderung von regionalen Produkten und dem Artenschutz beimessen. Es ist nur ein kurzer Moment, in dem die Agrarpolitik in das Rennen um den CDU-Vorsitz Einzug erhält.

Friedrich Merz verweist in seiner Antwort darauf, dass insbesondere die junge Generation andere Maßstäbe zu diesen Themen anlege. „Die junge Generation lebt anders, auch was das Thema Ernährung und Qualität angeht“, sagte er. Darauf müsse die Partei sich einstellen und diese Themen mehr annehmen, sagte er.

Annegret Kramp-Karrenbauer nutzte die Frage, um sich von den Grünen abzusetzen. „Die Bewahrung der Schöpfung, der Umweltschutz, die Achtsamkeit, wie man lebt, das ist alles vereinbar mit der CDU und kein Exklusivrecht für die Grünen“, sagte sie. Ihre Partei rief sie auf, die Themen Ernährung, regionale Lebensmittel und Umweltschutz nicht den Grünen zu überlassen. „Wenn wir sagen, dass ist alles grünes Zeug, das geht uns nichts an, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn die Leute zu den Grünen wechseln“, sagte sie.

Gesundheitsminister Jens Spahn beantwortete die Frage des Biobauern indem er die Verbundenheit der jungen Generation mit der Region thematisierte. Es gäbe ein verstärktes Heimatbewusstsein und das Bedürfnis nach Verankerung wachse, sagte er. Das seien aus seiner Sicht Ur-Themen der CDU.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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von Wilhelm Grimm

Essen und Trinken braucht Landwirte.

Das "Streifen" des wichtigsten Berufes dieser Erde ist nicht genug.

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