Russen wollen langfristiges Agrarimportembargo gegen die EU

Das Agrarimportembargo Russlands gegenüber der Europäischen Union sollte nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschew um zehn Jahre verlängert werden. Dies hätte einen positiven Effekt auf die inländische Agrarproduktion sowie auf die Investitionen in das Agribusiness, erklärte der Minister in Moskau.

Das Agrarimportembargo Russlands gegenüber der Europäischen Union sollte nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschew um zehn Jahre verlängert werden. Dies hätte einen positiven Effekt auf die inländische Agrarproduktion sowie auf die Investitionen in das Agribusiness, erklärte der Minister in Moskau.

Die russische Regierung geht von einer deutlichen Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in den nächsten Jahren aus. Das Moskauer Forschungsinstitut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) rechnet mit einer Zunahme der Produktion um ein Viertel bis zum Jahr 2025.

Die Europäische Union verlängerte am Mittwoch die Wirtschaftssanktionen gegen Russland offiziell um weitere sechs Monate; diese wären ansonsten am 31. Juli abgelaufen. Der Agrareinfuhrstopp Moskaus besteht seit dem 6. August 2014. Damit reagierte die russische Führung damals auf die Wirtschaftssanktionen, die von der EU und anderen westlichen Nationen nach der Annexion der Krim durch Russland und den Kriegshandlungen in der Ostukraine verhängt worden waren. Die EU-Mitgliedstaaten pochen weiterhin auf eine vollständige Umsetzung des Minsker Friedensabkommens für die Ukraine.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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