Tönnies droht Einbruch im Russlandgeschäft

Dem größten deutschen Schweinefleischverarbeiter, der Tönnies Lebensmittel GmbH, drohen spürbare Einbußen im Russlandgeschäft. Nach Angaben des russischen Aufsichtsdienstes für die Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) darf der Fleischkonzern ab dem 25.

Dem größten deutschen Schweinefleischverarbeiter, der Tönnies Lebensmittel GmbH, drohen spürbare Einbußen im Russlandgeschäft.

Nach Angaben des russischen Aufsichtsdienstes für die Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) darf der Fleischkonzern ab dem 25. Juli bis auf weiteres kein gefrorenes Schweinefleisch und keine Innereien mehr von seinem Hauptwerk in Rheda-Wiedenbrück nach Russland verkaufen. Andere Standorte des Unternehmens, wie der Schlacht- und Zerlegebetrieb in Weißenfels, hatten ihre Exportzulassung bereits vorher verloren.

Ebenfalls untersagt ist Tönnies, wie allen anderen deutschen Schlachthöfen auch, seit Anfang Februar 2013 die Ausfuhr von gekühltem Schweinefleisch, nachdem die russischen Behörden die Grenzen für deutsche Herkünfte wegen angeblicher Mängel im föderalen Veterinärsystem dichtgemacht hatten.

Anlass der jüngsten Einfuhrsperre für Tönnies war laut der niederländischen Zeitschrift Boerderij der Fund von Enterobakterien im gelieferten Fleisch. Aus diesem Grund hatten die russischen Behörden schon einer Reihe von anderen Schlachtbetrieben, unter anderem aus Belgien, Dänemark, Polen, China, Chile und Argentinien, die Ausfuhrgenehmigung entzogen. (AgE/ad)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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