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Verschärfung der Düngeverordnung würde Existenz tausender Landwirtschaftsbetriebe gefährden Premium

Dr. Gero Hocker von der FDP hält die kommende Verschärfung der Düngeverordnung für die denkbar schlechteste Lösung. Er schlägt eine Basisregulierung mit Ausnahmen für Betriebe und Regionen vor, die keine problematischen Nitratemissionen verursachen. Hubertus Beringmeier vom WLV warnt unterdessen vor den dramatischen Folgen für die Höfe.

Die von der Bundesregierung gewählte Art der Verschärfung der Düngeverordnung ist nach Ansicht von FDP-Agrarsprecher Dr. Gero Hocker der „denkbar schlechteste Weg“.

„Wir brauchen keine weitere Verschärfung der Düngeverordnung. Denn schon jetzt verbietet sie den Landwirten die ordnungsgemäße Landwirtschaft. Eine weitere Verschärfung würde die Existenz tausender landwirtschaftlicher Betriebe gefährden“, sagte Hocker am Donnerstag.

Stattdessen schlägt er praxisorientierte Lösungen wie eine angemessene Basisregulierung mit Ausnahmen für Betriebe und Regionen vor, die keine problematischen Nitratemissionen verursachen. Auf diese Weise würden Anreize zur Verteilung des vorhandenen Wirtschaftsdüngers aus Tierhaltungs- in Ackerbauregionen gesetzt. So könnte mineralischer Dünger eingespart werden, was sich positiv auf die Umwelt auswirken würde, meint Hocker.

Verschärfung ist der letzte Tropfen

Einen „gangbaren Weg“, der nicht die Bauern ...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Josef Doll

Es ist eine Landwirtschaft gewünscht

-Die mit den Tieren spazieren geht -Die alles wachsen lässt damit sich "die Biodiversität" einstellt. - und das zum Weltmarktpreis!!! -wwf, Greenpeace,..... und die Grünen zeigen wies geht - - - - - zumindest heute, in der Theorie alles ISSI!!!!

von Gregor Grosse-Kock

Wenn FDP

Das so sagt, haben doch andere einen verzehrten Blickwinkel auf die Nitratproblematik. Vor allem scheint es nicht Alternativlos.

von Bernhard ter Veen

Politik und Gesellschaft

fragen was für eine Landwirtschaft gewünscht wird... kann ich Ihnen beantworten... GARKEINE !!! Landwirtschaft ist laut, stinkt, quält Tiere, verseucht die Böden und das Wasser, Vergiftet die Insekten, verpested die Luft - und und und... so denkt die Gesellschaft. und die Politiker fahren auf dem Trittbrett mit. Wer mit Fakten und Beweisen daherkommt wird anderweitig weggemobbt. Populär ist das was die Gemüter beschäftigt... Sinnvoll oder nicht. EGAL. Hauptsache jeden Tag ein neuer Aufhänger der die grosse Masse verschreckt. Immer ist es Natur und Ernährung. ...Niemand der im Öffentlichen Licht steht wagt sich nur einmal auf die Seite der Getretenen. Das verursacht "Stimmverluste bei Wahlen" und öffentliche Schelte. Niemand in der "Gesellschaft" hinterfragt Seineigenes Konsum- oder Verhaltensgebahren. Wir sollten nicht nach künftiger Landwirtschaft fragen sondern nach Künftiger Ausrichtung des "Gesellschaftlichen Konsumverhaltens". Die hier erzeugten Verbrauchsgüter werden künftig nicht mehr bei uns erzeugt. Ist es das Wert ??? Wir - die Landwirte sind NICHT an allem schuld. Aber die Gesellschaft am Sterben der Landwirtschaft in D. Wertschätzung ? ...nur für das (Bankfinanzierte) SUV, oder das Einfamilienhaus, oder das jährliche neue Smartfone, oder dem tägl. Paketboten von Amazon & Zalando, Aber Wir Bauern sind ja an allem Schuld... Dank an die Gesellschaft und die Politiker.

von Hans Merk

NA wenigstens bei der FDP scheint

noch jemand bei klarem Verstand zu sein!

von Josef Doll

Ist es jetzt

noch möglich in Zeiten wo die Erträge sowohl durch Wegfall von Pflanzenschutzmittel ( die im Gegnerischen Lager ausnahmslos Pestizide heißen) wie durch verbieten einer bedarfsgerechten Düngung . Jetzt werden aber nicht nur die Ertäge sondern auch die Qualität des Gedreides sinken. Sind 15 Mio to und mehr Weizen mit 8-10 % Eiweiß überhaupt noch absetzbar ?? Da sich die NGOs sich nur ums Tierwohl kümmern das auch noch alle 1-2 Jahre verschärft werden muß wird sich der Aufwand und Preis für das Kg Fleisch, Milch, ...... wenn nicht schon heute dann in Naher Zukunft übersteigen . Die NGOs fühlen sich nur dem "Tierwohl " verpflichtet falls der Preis so niedrig sind das die Fleischerzeugung sinkt lässt das bei Ihnen die Sektkorken knallen. Jetzt zur Überschrift : Ist jetzt die Pacht im sogenannten oberen Drittel noch bezahlbar ???

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