Bundesregierung

Was die Natur Wert ist

Durch Umwandlungen von Dauergrünland in Acker sind wichtige Ökosystemleistungen, wie etwa die Speicherung von Kohlenstoff als Beitrag zum Klimaschutz oder die Minderung von Nitrateinträgen in das Grundwasser, verloren gegangen, stellt die Bundesregierung fest.

Die volkswirtschaftlichen Folgen im Zuge des Verlustes von biologischer Vielfalt sind von der Allgemeinheit zu tragen und mindern Naturkapital und Wohlfahrt. Eine anerkannte Zahl als Summe dieser externen Kosten in Deutschland gibt es allerdings nicht, erklärte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf Anfrage der Grünen.

Ergebnisse der Fallstudien im Projekt "Naturkapital Deutschland" hätten gezeigt, dass der Verlust natürlicher Auen "mitverantwortlich ist für die Schäden durch Hochwasserkatastrophen" in Deutschland. Die für land- und forstwirtschaftliche Zwecke entwässerten Moorböden würden "mit einer Freisetzung von etwa 41 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr zu 40 Prozent der gesamten Klimagas-Emissionen aus der deutschen Landwirtschaft" beitragen, heißt es in der Antwort. Durch Umwandlungen von Dauergrünland in Acker seien zudem wichtige Ökosystemleistungen, wie etwa die Speicherung von Kohlenstoff als Beitrag zum Klimaschutz oder die Minderung von Nitrateinträgen in das Grundwasser, verloren gegangen.

In Zukunft werde die nationalen Berechnungen im Bereich Naturkapital weiter fortentwickelt, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort. Eine vollständige Umsetzung der international verabschiedeten Ziele bis ins Jahr 2020 werde aber wegen "der methodisch anspruchsvollen und komplexen Aufgabe sowie der aktuell noch unzureichenden Datenbasis" nicht möglich sein.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Der Irrsinn treibt seine Blüten!

Da könnte man ja gleich sagen die Existenz des Menschen sei der schlimmste Faktor für den Verlust der Artenvielfalt. Dabei ist es so einfach. Vielleicht verlieren wir so und so viele Bienen, Wespen, Hummeln, Schafe, Ziegen, Auerochsen, Krokodile und was noch alles. Aber im Zuge des Bevölkerungswachstums kommen auch wieder so und so viele nach. Der kleine Unterschied besteht nur darin, das sind dann halt zweibeinige.....

von Paul Siewecke

Die Hochwasserthematik...

allein den Landwirten in die Schuhe zu schieben entspricht nicht den Tatsachen! Vielmehr ist es die Abholzung von Wäldern, die Begradigung von Flussläufen (Erhöhung Fließgeschwindigkeit), die Eindeichung (Verlust von Schwemmflächen) und die zunehmende Flächenversiegelung, auch Landfraß genannt, die für den Anfall von zusätzlichem Oberflächenwasser sorgen. Ja, es steht "mitverantwortlich" im Artikel! Das Entwässern von Moorflächen (Polderwirtschaft) gehört allerdings vorwiegend zur Grünlandbewirtschaftung und hat mit Ackerflächen nix zu tun...

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