Russland und Ukraine produzieren mehr Zucker

Die Ukraine und Russland werden ihre Zuckererzeugung im laufenden Wirtschaftsjahr voraussichtlich spürbar erhöhen. So erwartet das Moskauer Institut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) für Russland eine Steigerung der Zuckerproduktion 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 6,606 Mio t.

Die Ukraine und Russland werden ihre Zuckererzeugung im laufenden Wirtschaftsjahr voraussichtlich spürbar erhöhen. So erwartet das Moskauer Institut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) für Russland eine Steigerung der Zuckerproduktion 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 6,606 Mio t. Der Verband der Zuckerproduzenten Russlands (Sojusrossakhar) bezifferte die Produktion zum 12. April bereits auf 6,46 Mio t; das wären 6,2 % mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Dafür wurden nach Angaben der Organisation 46,19 Mio t Zuckerrüben verarbeitet. Mit dieser Menge sei das Vorjahresniveau nur um 0,1 % verfehlt worden. Gleichzeitig sei kein Zuckerrohr mehr verarbeitet worden.
 
Das Moskauer Statistikamt (Rosstat) veranschlagte die Bruttoernte 2017 zuletzt auf 51,9 Mio t Zuckerrüben, was im Vorjahresvergleich ein Plus von 1,1 % bedeuten würde. Die Statistiker erklärten das höhere Rübenaufkommen mit der Ausweitung der Anbaufläche, was den geringeren Durchschnittsertrag an Rüben je Hektar überkompensiert habe. Mit Blick auf den russischen Außenhandel mit Zucker prognostizierte das IKAR für 2017/18 ein Exportvolumen von 600 000 t; das wäre die höchste Menge der vergangenen 18 Jahre. Für die kommende Zuckerrübenkampagne erwartet das Moskauer Landwirtschaftsministerium ein Anbauareal von 1,095 Mio ha; das wäre gegenüber 2017 eine Einschränkung von 8,6 %.
 
Unterdessen veranschlagte der Verband der Zuckerproduzenten der Ukraine (Ukrsugar) die Zuckererzeugung 2017/18 im eigenen Land auf 2,14 Mio t, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 6,5 % bedeuten würde. Allerdings ging der Zuckerexport der Ukraine nach Angaben der Branchenorganisation von September 2017 bis März 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 % auf 338 100 t zurück. Der Wirtschaftsinformationsdienst shareuapotential.com erwartet für die gesamte Vermarktungssaison eine Zuckerausfuhr der Ukraine von 350 000 t bis 400 000 t, nach 770 000 t im Vorjahr. Die Marktexperten begründeten den Rückgang mit den niedrigen Zuckerpreisen am Weltmarkt. AgE

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