Ausweg aus der Schleppschuhpflicht?

Die IG gesunde Gülle will beweisen, dass Güllezusatzstoffe die Ammoniakemissionen besser senken als die bodennahe Ausbringung. Dafür präsentiert sie nun ein Messgerät.

Die Interessensgemeinschaft (IG) gesunde Gülle präsentierte ein neues Ammoniakmessgerät der Firma ExTox Gasmess-Systeme GmbH. Damit will sie Ammoniakemissionen aus Gülleproben messen und letztlich nachweisen, dass Güllezusatzstoffe die Emission mindestens so stark reduzieren wie die bodennahe Ausbringung.

Auf Basis Ihrer Messungen will die IG erreichen, dass es Zusatzstoffe gemäß §6 Abs. 3 der Düngeverordnung als alternatives Verfahren zur bodennahen Gülleausbringung anerkannt werden, die "Schleppschuhpflicht" also entfällt. Die dafür zuständige Behöre - die Landesanstalt für Landwirtschaft in Bayern - hatte ihre Teilnahme an der Präsentation laut Veranstalter jedoch kurzfristig abgesagt.

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Artikel geschrieben von

Katharina Riedmeier

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Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Imschloss

Wir können es besser

Der Schleppschuhverteiler ist im Acker absolut super und unersetzbar. Auf Grünland müssen aber unbedingt andere Lösungen gefunden werden. Es liegt im Interesse jedes einzelnen Landwirts, N-Verluste möglichst gering zu halten. Das Problem ist nur, dass Mineraldünger viel zu billig sind. Umweltschäden, die schon bei der sehr energieintensiven Produktion entstehen sind nicht im Preis enthalten. Statt der ewigen Gängelung durch immer neue Düngeverordnungen sollten N-Dünger so hoch besteuert werden (z.B. co2-Steuer) dass die Bauern sich selber überlegen, wie sie Wirtschaftsdünger am Besten verwerten. Nur so entstehen Innovationen! Pfeift endlich die Bürokraten zurück in ihre Löcher!

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