Dürre: US-Farmer erwarten schwere Ausfälle bei Maisernte

[19.07.2012]


Vertrockneter Mais Vertrockneter Mais Die Ackerbauern im Mittleren Westen der USA wurden von einer Trockenperiode überrascht und sehen jetzt ihre Erträge dahinschmelzen. "Das habe ich noch nie gesehen”, erklärt ein Farmer aus Indiana der WELT. "Die Erde hier ist gut, aber nicht in diesem Jahr. Es ist zu trocken. Ich bezweifle, dass hieraus etwas wird.”


Wie die Zeitung weiter schreibt, hätten die Farmer letzten Monat noch mit einer überdurchschnittlichen Maisernte gerechnet. Jetzt gebe es bei vielen einen Totalausfall. Manche sprechen bereits von der schlimmsten Dürre seit 1988, was auch am Markt nicht vorbeigeht. Die Preise für Lebensmittel und Vieh würden immer weiter steigen, im Einzelhandel seien die Fleischpreise bereits nahe einem Rekordhoch. Und auch die Futterpreise würden derzeit nur eine Richtung kennen. Anfang des Monats sah sich daher schon die UN gezwungen, auf einen weltweiten Anstieg der Nahrungsmittelpreise hinzuweisen, da die USA als weltgrößter Mais-Exporteur in diesem Jahr nicht wie üblich liefern könnten.


An der Warenterminbörse in Chicago ist der Maispreis laut dem Bericht mittlerweile um 55 % gestiegen. Das verstärke gleichzeitig den Druck auf die Viehzüchter, die bereits bis zu 200 Dollar je Rind verlieren würden, heißt es. Das US-Landwirtschaftsministerium habe seine Ernteprognose letzte Woche bereits um 12 % gesenkt. Rund 38 % der Pflanzen sind demnach in schlechter oder sehr schlechter Verfassung, schätzt das Ministerium.

Und die Lage dürfte sich noch verschlimmern. In der südwestlichen Hälfte des sogenannten "Mais-Gürtels”, von North und South Dakota bis nach Ohio und Michigan, werde sich die Dürre noch verstärken, erwarten die Meteorologen. Ein Teil der Ernte sei bereits unwiederbringlich geschädigt, und mindestens 50 % der Region müssten in den nächsten 30 Tagen mit weniger Regen und höheren Temperaturen als normal rechnen, zitiert die WELT.


Für die Landwirte dürfte sich die Trockenheit trotzdem nicht als Katastrophe erweisen, da die staatlichen Ernteversicherungen voraussichtlich für die Verluste aufkommen werden. Im laufenden Jahr werden die Versicherer daher wahrscheinlich die bisher höchsten Schadensmeldungen, schätzt der Getreideverarbeiter Prairie Mills Products LLC in Rochester, Indiana. Die Verbraucher dagegen sollten sich schon mal warm anziehen. (ad)

Außerdem lesen Sie dazu:
USA: Dürre könnte bis Jahresende anhalten (20.7.2012)
USA: Schweinepreis könnte wegen Dürre ansteigen (20.7.2012)

Leserkommentare

5 Kommentar(e)
  • [19.07.2012]

    soll RINDfleisch - preise heißen.

    von flummi31

  • [19.07.2012]

    Mag sein das die RIND- fleisch in D echt in i.O. sind.Freut mich fuer euch-ehrlich ! Bei den den Schweinen funktioniert der Markt nicht mehr. Der LEH diktiert die Schlachtbetriebe; steigt die tatsächliche Nachfrage über das Angebot werden Hauspreise bezahlt ( soviel zum Wort VEREINIGUNGs- preis) Bei den explodierenden Futterkosten werden Ferkellieferungen solange geblockt, bis der zumindest der Mäster eine entspannte schwarze Null schreibt und nun rate mal wer auf diese Zeilen schrieb ? Naja, die Sauen brauchen ja nicht so viel zu beissen...

    von flummi31

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    [19.07.2012]

    .... wird die Preismisere beim Fleisch, wenn die amerikanischen Farmer erst Notverkäufe durchführen müssen. Aber gut für hiesige Ackerbauern.

    von rasta-man

  • [19.07.2012]

    @Flummi:Dumme Aussage!!Die Fleischpreise sind in der BRD echt in Ordnung.Und die Erzeuger werden über Versicherungen entschädigt.

    von

  • [19.07.2012]

    Ach, im Einzelhandel seien die Fleischpreispreise bereits nahe einem Rekordhoch. Auf der anderen Seite verlieren die Viehhalter 200 dollar pro Rind.... hhmmm, wo das das ganze Geld nur bleiben ?

    von flummi31

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