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Düsseldorfer CDU für sachgerechten Umgang mit Antibiotikaproblematik

Christina Schulte Föcking Einen sachgerechten Umgang mit möglichen Problemen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung hat die Agrarexpertin der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion, Christina Schulze Föcking, angemahnt. Im Düsseldorfer Landtag warf Schulze Föcking am vergangenen Freitag den regierenden Grünen vor, sie instrumentalisierten das Thema. „Durch bewusste Unschärfen und Verallgemeinerungen werden pauschal alle Landwirte, Veterinäre und Aufsichtsbehörden unter Generalverdacht gestellt, sie handelten nicht rechtmäßig.

Das ist unredlich“, so die CDU-Politikerin. Ihre Fraktion hinterfrage die Produktionsprozesse kritisch und wolle mit allen Beteiligten vernünftige Strategien für die Zukunft erarbeiten. Das Verhalten der Landesregierung mache diese Anstrengungen jedoch zunichte. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner habe bereits ein umfassendes Maßnahmenpaket mit konkreten Verbesserungsvorschlägen auf den Tisch gelegt. Diesem sollte sich die Landesregierung anschließen. Schulze Föcking: „Wir brauchen koordinierte und grenzüberschreitende Maßnahmen und keine Alleingänge.“

Die Abgeordnete distanzierte sich zugleich von möglichem Fehlverhalten: „Wenn es in der Hähnchenmast einen massiven Einsatz von bis zu acht verschiedenen Antibiotika gibt, dann ist das für die CDU-Landtagsfraktion nicht akzeptabel“, so Schulze Föcking in Anspielung auf die Ergebnisse einer Studie des nordrhein-westfälischen Landesamts für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) zum Antibiotikaeinsatz in der Hähnchenmast. Antibiotika seien das schärfste Schwert im Kampf gegen Bakterien. Ein wissentlich falscher Einsatz sei nicht hinnehmbar. Hier müssten alle Beteiligten eine besondere Sorgfalt mit den Medikamenten an den Tag legen. (AgE)