Image der Milch wird noch besser

Der Schweizer Molkereikonzern Emmi schätzt die künftigen Wachstumschancen am Milchmarkt sehr positiv ein: "Es werden neue Konsumsituationen geschaffen und das Image der Milch wird noch besser. Deshalb wird der Absatz weiter steigen", erklärte Marco Peter, Marketing-Chef von Emmi beim 3. Schweizer Milchforum.

Selbst der Getränkehersteller Pepsi sei bei der Molkerei Müller-Milch eingestiegen, um gesundheitsbewusste Kunden zu gewinnen, so Peter weiter. Als Wachstumstreiber sieht der Manager die Trends Nachhaltigkeit, Regionalität, Frische, Convenience und Lactosefreiheit. Negativ seien dagegen hohe Fettanteile und der Trend für Milchersatzprodukte wie Soja- und Reismilch.

Die Chancen für Schweizer Produkte im Ausland wurden von den Referenten als sehr optimistisch eingeschätzt: Laut Mark Voorbergen von der niederländischen Rabobank könne der Nachteil des höheren Preises z.B. für Schweizer Käse durch das einzigartige Produkt, die einheitlich hohe Qualität und ein gutes Marketing kompensiert werden.

Vor allem in Deutschland hätte der Schweizer Käse ein gutes Image, so Elisabeth Wagner-Wehrborn, CEO von Emmi in Deutschland. Der Deutsche verbinde mit dem Schweizer Kreuz hohe Qualität und heile Welt. Deutschland ist mittlerweile mit 49 % der wichtigste Exportmarkt für Schweizer Käse.

Trotz der guten Exportchancen für Schweizer Käse waren sich die Experten beim Milchforum aber einig, dass eine Ausdehnung der Milchproduktion nicht realistisch sei. Denn der Import von Käse in die Schweiz wachse immer noch stärker als die Ausfuhr.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Dieter Müller · 1.
    Mögen die Konzerne die Bauern oder nur ihre Arbeitskraft?

    Die Lösung kann nur eine allgemeinverbindliche, flexible Mengensteuerung sein. Natürlich kann man dann, wenn die Prognosen von Emmi wirklich eintreffen, die Milchmenge auch erhöhen. Derzeit dürfte aber nur eine Mengenanpassung, in die andere Richtung, den schweizer Milchbauern einen angemessenen Preis bringen.

  2. von torti · 2.
    Nachhaltigkeit ????

    Wenn Lebnensmittelkonzerne und der der LEH die Begriffe Nachhaltigkeit und Regionalität in den Mund nehmen, dann sträuben sich mir die "Nackenhaare " . Diese neue Werbewelle ist die komplette Volksverdummung. Was hat der Export der Überproduktion auf die Weltmärkte oder der Zukauf von Futtermitteln aus Südamerika mit diesen Begriffen zu tun ? Weiterhin frage ich mich wie Preisdumping Lohndumping, das Nichteinhalten sozialer Standarts sowie Subventionierung von Herstellung und Export der Lebensmittel damit zu tuen hat. Vielleicht sollten sich so einige Konzernbosse mal ein Wörterbuch zur Hand nehmen oder sich einfach eingestehen "profitgeile" Verbrecher und Betrüger zu sein!!!

  3. von alorie · 3.
    Doch, Ausdehnung ist realistisch.

    Schließlich geschieht Sie ganz real! Ist zumindest in der Fachpropaganda zu lesen Allerorten und Allezeit! Oder soll es bedeuten, daß in bälde nicht mehr alle Milch geholt wird?????

  4. von Ghostbusters · 4.
    Und der Auszahlungspreis liegt jetzt schon auf der Strecke!

    Viel Maße und Arbeit für nichts oder sogar weniger. Liebe Schweizer Bauern: Ein Wilhelm Tell hätte sich dies nicht gefallen lassen. Aber ihr habt auch keinen Mumm mehr!

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