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Milchanlieferung steigt entgegen Saisonrhythmus

Die Milchanlieferung an die deutschen Molkereien stieg entgegen dem saisonalen Rhythmus auch in 25. Woche an. Die Anlieferungen waren um 0,4% höher als in der Vorwoche und lagen gleichzeitig um 1,8 % über dem Vorjahresniveau. In Frankreich hat sich das Plus gegenüber der Vorjahreslinie wieder auf 2,5 % erhöht.

Der Markt für Magermilchpulver präsentiert sich weiterhin ruhig. Hauptsächlich werden bestehende Kontrakte abgewickelt. Neue Geschäftsabschlüsse kommen bei abwartender Haltung der Käufer nur wenig zu Stande. Zurückhaltung auf der Käuferseite ist für die Ferienzeit, die nun begonnen hat, aber nicht ungewöhnlich. Erfahrungsgemäß tritt ab Mitte August eine deutliche Belebung ein. Was das Exportgeschäft dürfte die abwartende Haltung durch die erneute Stärke des Euro noch verstärkt werden. An der Butter- und Käsebörse in Kempten bewegen sich die Preise für Magermilchpulver in Lebensmittelqualität bei geringen Umsätzen auf dem Niveau der Vorwoche (2.400 €/t).

Die Futtermittelindustrie deckt ihren Bedarf weiterhin aus Ware aus der vorrangig aus den ausgelagerten Interventionsbeständen, so dass nur wenig frisches Magermilchpulver für den Kälbermilchsektor gehandelt wird. In Kempten wurden gestern 2.175 €/t notiert, ein Minus von 50 € zur Vorwoche.

Ähnlich ruhig ist der Markt für Vollmilchpulver. Bei eingeschränkter Erzeugung und geringer Nachfrage blieb der Durchschnittspreis mit 3.050 €/t unverändert zur Vorwoche.Günstige Offerten von der Südhalbkugel erschweren die Konkurrenzsituation für die EU-Anbieter weiterhin.

Auch der Markt für Molkenpulver ist durch eine vergleichsweise ruhige Nachfrage gekennzeichnet. Während die Preise für Lebensmittelware stabil tendieren, kam es bei Futtermittelware zu einer leichten Abschwächung. Bei Futtermittelware wird von günstigerem Angebot aus östlichen Nachbarländern berichtet.

Das Buttergeschäft hat sich wieder etwas belebt. Geformte Markenbutter (250 g) hat sich in Kempten leicht auf 4,20 bis 4,30 €/kg verteuert.

Auch das Käsegeschäft läuft momentan recht gut: Emmentaler wird im Inland normal, im Export rege abgesetzt. Weichkäse wurde in der vergangenen Woche wieder besser nachgefragt und Schnittkäse ist bei leicht reduzierten Preisen sehr gut zu vermarkten.