Milchpreiskrise: Israel schlachtet 18000 Milchkühe

Die israelischen Milchbauern reagieren mit einem Schlachtprogramm auf die andauernde Krise am Milchmarkt. Wie die israelische Tageszeitung Haaretz meldet, sollen rund 18000 Kühe und damit 15 % der Milchherden in Israel geschlachtet werden, da zu viel Milch am Markt ist.

Seit November sind bereits 10000 Milchkühe geschlachtet worden, der Rest soll in den beiden kommenden Monaten folgen. Bisher wurde aus der überschüssigen Milch Milchpulver hergestellt. Aber die Interventionslager sind inzwischen mit 8250 Tonnen Milchpulver gefüllt, so dass die israelische Milchindustrie eine weitere Einlagerung von Pulver ausschließt. Die hohen Interventionsmengen haben zu einem zusätzlichen Preisdruck auf die Pulverpreise geführt, den die Molkereien nicht weiter verschärfen wollen.

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von b.gaubatz · 1.
    Bringt nichts!

    Das bringt nichts,es sei denn Israel macht seine Grenzen für Milchprodukte dicht! Ich bin der Meinung ,Israel sollte Milchpulver im Gasa- Streifen an nicht Hammas -Mitglieder ,als Wiedergutmachung verteilen !! MfG

  2. von maenner · 2.
    Vorschlag

    Ich habe einen Vorschlag für Israel! Anstatt die Kühe zu schlachten sollten sie die Milch den Palästinensern schenken Vielleicht führt dass ja dann zum erhofften Frieden!?

  3. von jakobderletzte · 3.
    Kleine politische Unterschiede

    Israel schlachtet Kühe, Europa opfert Bauern. Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird. >Immanuel Kant

  4. von Gast · 4.
    Sinnvoller als Quotenstarrsinn

    Diese Art der Marktregulierung finde ich auf jeden Fall besser als ein Beibehalten der Quote. Anstatt ganze Herden wegen der dt. IBR Handhabung ins europäische Ausland zuschicken, sollten sie lieber geschlachtet werden. Die Milch ist weg und kann auch nicht aus dem Ausland wieder zu uns kommen. Kurz und bündig ohne viel Bürokratie und in jedem Land anwendbar. Gruß Jens

  5. von gerdarras · 5.
    Dummheit

    ... nicht jeder ist so dumm wie wir deutschen. Wir bräuchten nun das Geld zum Investieren, und nicht die Marktanteile für globales Preisdumping. Anscheinend lernen die Israelis aus unseren Fehlern. Vielleicht übernehmen sie in einigen Monaten unsere Marktanteile, weil wir finanziell am Ende sind? :cry

  6. von brownswiss · 6.
    Nationaler Alleingang

    Glauben die Israelis denn wirklich mit "nationalen Alleingängen" was am Milchmarkt auszurichten? Oder sind sie am Ende doch nicht so dumm, wie man meinen könnte.....? Sie haben anscheinend wenig Angst, daß wir Ihnen die freiwerdenden Marktanteile wegschnappen. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Thomas Berkmann

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