Frankreich/Bauernproteste/Anschlag

Frankreichs Landwirte attackieren Politiker

Frankreichs Landwirte sind nicht zimperlich. Aber beim Protest gegen das EU-Kanada Handelsabkommen schlagen sie über die Strenge. Bauerngewerkschaft billigt Anschlag auf Politiker

Frankreichs Landwirte und der französische Landwirtschaftsminister Didier Guillaume sind derzeit nicht gut aufeinander zu sprechen. In Frankreich ist es in den jüngsten Tagen wiederholt zu Vandalismus-Vorfällen französischer Bauern gegen Abgeordnete von Macrons Partei „La République en Marche“ (LREM) gekommen.

So machten in der Bretagne aufgebrachte Landwirte ihrem Ärger über die Zustimmung der Macron-Regierung zum EU-Handelsabkommen mit Kanada Luft. Die Bauern kippten tonnenweise Mist vor Abgeordnetenbüros und verübten einen Brandanschlag auf ein LREM-Abgeordnetenbüro im südfranzösischen Perpignan. Allein in der Bretagne erstatteten acht LREM-Abgeordnete Anzeige wegen Verwüstung und Sachbeschädigung von Abgeordnetenbüros.

Auf Unverständnis in der Öffentlichkeit stößt die Haltung der Bauerngewerkschaften (Fédération nationale des syndicats d'exploitants agricoles (FNSEA) und der Junglandwirte (Jeunes Agriculteurs), die sich weigerten, die Aktionen zu verurteilen. Frankreichs Agrarminister Guillaume forderte die landwirtschaftlichen Interessenvertreter auf, sich von Gewaltmaßnahmen gegen gewählte Volksvertreter zu distanzieren. Dies lehnte ein FNSEA-Bauernsprecher am Wochenende jedoch ab.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Gifte

sehe ich das Bad in den Haushalten, sieht man sich von Giftschränken umgeben. Cremes die mit kleinen Plastikkügelchen vermischt sind damit sie besser auftragen und dann als Mikromüll im Wasser sind. Eine lange Liste Inhaltstoffe, die schon vom lesen krebserzeugend sind, aber keine Kernseife und Essigreiniger. Ich frage mich, wo ist die Gesundheitsbehörde die diese Dinge vom Markt nimmt. Gen-freie Milch soll Standard sein und die Industrie buttert Gensoja tonnenweise in ihre Fertigprodukte. Die Gehirnwindungen von Produzenten und letztlich dem Käufer sind falsch gestrickt. Ich sehe keinen Umwelt und Klimaschutz von Seiten der Industrie und Konsumenten. Andere Bereiche sind die Bauindustrie die Dämmstoffe herstellt die später alle Sondermüll sind. Jeder will nur Geld verdienen. Das ist die Nummer eins.

von Gerd Schuette

Wenn Gespräche nichts nutzen, dann kommt es zu Kundgebungen. Hier werden Transparente und Plakate hoch gehalten und die Positionen verdeutlicht. Führen Kundgebungen nicht zum Ziel folgen Demonstrationen bei denen zB der Verkehr behindert wird. Es wird versucht durch Störung Aufmerksamkeit für die Anliegen zu generieren. Solche Demonstrationen werden oft auch von Streiks begleitet. Die nächste Stufe besteht aus massiven Störungen im Zuge von Demonstrationen. Hier werden zB Streikbrecher am Zugang zur Arbeit behindert und Teile des öffentlichen Lebens lahm gelegt. Weitere Steigerungen sind Gewalt gegen Gegenstände und Sabotageakte. Eskaliert die Situation noch weiter gipfelt der Protest in Terror, Bürgerkrieg und Gewalt gegen Menschen. Also ein Szenario das sich niemand wünscht. Es ist an den handelnden Personen sich selbst Grenzen zu setzen. Es ist an den regierenden Menschen die Stimmung im Volk wahr- und ernst zu nehmen, damit ein friedliches Miteinander nicht gefährdet ist.

von Werner Hirsch

und noch was

Recht haben die Franzosen, die haben wenigstens Eier! Wie lange sollen wir noch zuschauen wie die (darf ich hier nicht schreiben) Politiker gegen das Volk und für Industrie und Großkapitalinteressen arbeiten. Ich weiß schon das Deutschland ein von Amerika besetztes Land ist. Aber irgendwann solltet Ihr auch munter werden. Und an die Topagrar Redaktion: Ihr solltet schauen das die deutschen Bauern ebenso wie die Französischen auf die Strasse gehen, denn sonst gibt's bald niemand mehr den eure Werbezeitschrift interessiert.

von Werner Hirsch

Die Konsumenten werden sich noch wundern

was sie alles zum Fraß vorgesetzt bekommen werden. Gen- Hormon- und Isoglukose aus Amiland und Brasilien und von uns bald nix mehr weil es uns zu blöd wird für umsonst billiges Fressen zu erzeugen. mfg

von Renke Renken

Hier in D haben sich wohl alle

mit ihrem Schicksal abgefunden, und der DBV ist schwach wie nie, eigentlich kann man da nur kündigen.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Proteste

Ich kann nur alle Landwirte aufrufen auf die Straßen zu gehen um ihrem Unmut Luft zu machen. Die Bevölkerung hat keine Ahnung von der Vorgehensweise der Politik und wird von der Adminstrattion für Dumm verkauft. Genveränderte und mit Rückständen belastete Ware wird demnächst im Supermarkt angeboten. Zeit etwas zu ändern!!.

von Karlheinz Gruber

Anschlag?

Ok Gewalt bei der jemand zu Schaden kommen kann, die lehne ich ab. Aber Anschlag wurde doch von der Politik an uns Bauern mit den Freihandelsabkommen MERCUSO, USA und CANADA verübt. Und viele Bauernfamilien kommen jetzt zu schaden. Was ist damit. Gilt hier nicht auch das selbe Recht? Nein, wir sind nun Rechstlos wie es andere in der Vergangenheit schon mal waren. Leibeigene.....usw.... Wer sich jetzt noch wundert, daß nun die Nerven der Bauern durchgehen, die immer mehr Auflagen bekommen und der billigste Dreck, der bei uns produktionstechnisch verboten ist, legal zum Wohle der Industrie eingeführt werden darf, braucht sich nicht wundern, wenn er mal im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf in den Mist stecken darf..... Nur dazu ist unser Verband nicht mehr fähig. Wenn ich an die Demos von früher denke. Heute sehe ich wie unsere Verbandslobby Aufsichtsratsposten usw besetzt und die Industrie bei uns in den Vorständen sitzt/ bzw. ein und ausgeht. Ein Schelm wer dabei böses denkt....

von Karlheinz Gruber

Anschlag?

Ok Gewalt bei der jemand zu Schaden kommen kann, die lehne ich ab. Aber Anschlag wurde doch von der Politik an uns Bauern mit den Freihandelsabkommen MERCUSO, USA und CANADA verübt. Und viele Bauernfamilien kommen jetzt zu schaden. Was ist damit. Gilt hier nicht auch das selbe Recht? Nein, wir sind nun Rechstlos wie es andere in der Vergangenheit schon mal waren. Leibeigene.....usw.... Wer sich jetzt noch wundert, daß nun die Nerven der Bauern durchgehen, die immer mehr Auflagen bekommen und der billigste Dreck, der bei uns produktionstechnisch verboten ist, legal zum Wohle der Industrie eingeführt werden darf, braucht sich nicht wundern, wenn er mal im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf in den Mist stecken darf..... Nur dazu ist unser Verband nicht mehr fähig. Wenn ich an die Demos von früher denke. Heute sehe ich wie unsere Verbandslobby Aufsichtsratsposten usw besetzt und die Industrie bei uns in den Vorständen sitzt/ bzw. ein und ausgeht. Ein Schelm wer dabei böses denkt....

von Martin Siekerkotte

Respekt

Bei uns befinden sich leider alle Bauern im tiefschlaf merken nicht das sie gerade abgeschafft werden es wa noch nie so ernst

von Kirsten Wosnitza

Bauerngewerkschaft?

Hier handelt es sich um den französischen Bauernverband.

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