Pressekonferenz

LVM wächst 2018 weiter

Der Versicherer LVM setzt seinen Wachstumskurs der vergangenen Jahre weiter fort und liegt über dem Branchendurchschnitt. 2018 war allerdings durch Stürme und die Dürre ein schwieriges Jahr mit hohen Sach- und Feuerschäden.

Heute stellte der LVM (Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster) sein Geschäftsergebnis in Münster vor. Die Beitragseinnahmen stiegen 2018 um 3,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Damit liegt der LVM über dem Wachstum der Versicherungsbranche, in der die Einnahmen durch Beiträge um 2,1% angestiegen sind. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 192 Mio. €. Dieser liegt damit etwas unter dem Vorjahreswert von 205 Mio. €. Das Eigenkapital des Unternehmens stieg im vergangenen Jahr auf 2,4 Mrd. €, die Eigenkapitalquote beträgt 71,5 %. „Darüber freuen wir uns natürlich. Diese Einlagen sind vor allem wichtig, um nach Schadensjahren Schwankungsrückstellungen zu bilden, sodass wir gelassen auf zukünftige Risiken reagieren können“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Kleuker.

2018 entstanden hohe Schäden

2018 war eins der schwersten Sturmjahre der vergangenen Jahre. Bundesweit betrug die Schadenssumme 2,6 Mrd. €, davon fielen allein 900 Mio. € auf Friederike ab. Im LVM stiegen die Schadenssummen für Sach- und Feuerversicherungen, die vor allem durch die Klimaereignisse entstehen, von 2017 auf 2018 um 149 Mio. € auf 370 Mio. €. Die Feuerschäden bei Unternehmenskunden betrugen 40 Mio. €, davon entfielen 23 Mio. € auf die Landwirtschaft. Die Schäden entstanden vor allem durch Maschinenbrände bei der Ernte, die sich durch die anhaltende Hitze entfacht hatten. „Dürreschäden sind neu für uns. Bisher kannten wir durch den Klimawandel, dass die Starkregenereignisse und die Sommerstürme zugenommen haben“, sagte Kleuker dazu. „Wir beobachten, dass die Sturmereignisse im Sommer sowie die Starkregen zugenommen haben. Dadurch steigen natürlich die Schadensfälle. Aktuell sind die Beiträge bei den Sachversicherungen jedoch nicht angestiegen. „Mittelfristig wirken sich hohe Schäden natürlich auf die Beiträge aus“, erklärte Kleuker.

Bisher keine Ernteabsicherung bei Dürre

Dürrebedingte Ernteschäden sind in Deutschland bisher nicht versichert. Hier sind zurzeit verschiedene Lösungen in der politischen Diskussion. Kleuker sagte dazu: „Wir würden so eine Versicherung nur mit staatlicher Unterstützung anbieten. Andernfalls müssten wir die Beiträge so hoch ansetzen, dass sie sich für den Landwirt nicht lohnen.“ Der Hintergrund ist, dass die Versicherung für eine Dürreabsicherung sehr hohe Beiträge ansetzen würde. „Denn Dürre tritt im Gegensatz zu Hagelstürmen flächig auf, sodass die Versicherung im Schadensfall auf einen Schlag eine ganze Region entschädigen muss. Daher muss sie mit hohen Beiträgen ihr hohes Risiko absichern“, erklärte er.

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Artikel geschrieben von

Maike Schulze Harling

Redakteurin Betriebsleitung

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