Steuerbetrug

Spanien: Trotz Verhaftung des Chefs der Pini-Großschlachterei läuft Neubau weiter

Wegen millionenschwerem Steuerbetrug sitzt Piero Pini, Inhaber des italienischen Schlachtkonzerns Pini, in Untersuchungshaft. Seine Söhne kümmern sich nun um den Neubau eines Schlachthofs in Spanien. Dort will der Konzern umfangreich expandieren.

Die italienische Pini-Gruppe treibt den Bau einer Großschlachterei in Spanien unverändert voran, trotz der Inhaftierung des Gründers und Eigentümers der Gruppe, Piero Pini. Das hat der Konzern laut spanischen Medienberichten mitgeteilt.

Die Arbeiten für das neue Unternehmen Litera Meat, mit dem die Gruppe erstmals auf spanischem Boden aktiv wird, gingen wie geplant unter Führung der Söhne Marcelo und Francesco voran, heißt es. Der Betrieb in der neuen Großschlachterei in Binefar im Nordosten der iberischen Halbinsel werde in wenigen Wochen aufgenommen.

Pini, zu dessen Gruppe neben Litera Meat auch das Unternehmen Hungary Meat in Ungarn sowie weitere Unternehmen in Osteuropa und Italien gehören, war ungarischen Medienberichten zufolge Anfang März in Ungarn in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen ihn bestehe der Verdacht des millionenschweren Steuerbetrugs. Die Inhaftierung werde von der zuständigen Behörde unter anderem damit begründet, dass es sich nicht um den ersten Betrugsvorwurf gegenüber Pini handele. Wie polnische Medien berichteten, laufen in Polen seit 2017 Untersuchungen gegen Pini wegen vermeintlichen Steuerbetrugs im polnischen Fleischunternehmen der Gruppe. In Binefar hatte die Nachricht der Inhaftierung zunächst für Aufregung gesorgt. In der kleinen spanischen Gemeinde entsteht derzeit laut Angaben von Litera Meat der größte und modernste Schweineschlachtbetrieb des Landes. Schon bald sollen dort jeden Tag durchschnittlich 32 000 Schweine geschlachtet werden. Dazu will das Unternehmen 1 600 Beschäftigte einstellen.

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