Nutztierhaltung

VLI-Tagung: Tierwohl-Diskussion spitzt sich zu Premium

Die Tierwohl-Diskussion ist nicht nur ein Modetrend, sondern wird sich gesellschaftlich weiter verschärfen. In dieser Schlussfolgerung waren sich Referenten und Teilnehmer der am Mittwoch in Gießen stattfindenden Frühjahrstagung „Nutztiere – nur eine Frage der Haltung?“, der Verbindungsstelle Landwirtschaft-Industrie (VLI), einig.

Auf der Frühjahrstagung der VLI im Haus der Vereinigten Hagelversicherung in Gießen debattierten in einer Podiumsdiskussion verschiedene Vertreter der Wertschöpfungskette über die Zukunft der Nutztierhaltung. Neben Dr. Dominic Lemken (Uni Göttingen), Dr. Heinz Schweer (Vion) und Dr. Clemens Dirscherl (Kaufland) beteiligten sich Hans-Benno Wichert (Bauernverband Baden-Württemberg), Jochen Dettmer (Neuland e.V.) und Dr. Rudolf Mögele (EU-Kommission) an der Diskussion zur Nutztierhaltung.

Trend der Flexitarier

Die gesellschaftlichen Erwartungen an die Tierhaltung steigen stetig an. Grund hierfür ist nach Dr. Dominic Lemken unter anderem das veränderte Mensch-Tier-Verhältnis. Immer mehr Haushalte besitzen ein Haustier, wodurch die Beziehung zum Tier deutlich emotionaler werde. Auch neues Wissen über die sozialen Fähigkeiten von Tieren und über die genetische Ähnlichkeit von Mensch und Tier, beeinflussen das Ernährungsverhalten.

Eine wachsende Bevölkerungsgruppe sind dabei nach Angaben des Göttinger Agrarökonomen weniger die Vegetarier als die sogenannten „Flexitarier“, also Personen, die an bestimmten Tagen bewusst auf Fleisch verzichten. Laut Lemken entwickele sich Fleisch zunehmend zu einem inferioren Gut, was heißt, dass mit steigendem Einkommen ...

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Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Menschen

mit guter Bildung hinterfragen ihre Lebens und Arbeitsweise. Ist es aber für einen Salatkopf nicht auch eine Zumutung rein auf einem Flies mit Nährlösung wachsen zu müssen? Die Diskussion sollte nicht nur die Tierproduktion betreffen. Was ist mit den neu entstehenden großen Mastanlagen in Osteuropa? Wo bleiben da die Kommentare der Bevölkerung. Letztlich muss das regionale Kaufverhalten an erster Stelle stehen, sonst ist jede Forderung maslos übertrieben.

von Jörg Meyer

Inferiores Produkt fleisch

Ist eine starke Aussage die sollte man mit Daten untermauern können! Bitte top agrar ihr müsst hier einmal nachfragen wie die datenlage ist! Meine Fragen wäre vor allem; reales oder nominales Einkommen, signifikanz, handelt es sich um monetäre Nachfrage oder Einheiten, die wie gemessen werde n, mit oder ohne ausserhauskonsum....an welchem leerstuhl in gö wird dieses erforscht?

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