Milchanlieferung

EU: Milchanlieferung steigt über Vorjahresniveau

Die milde Witterung im März führte europaweit zu höheren Milchanlieferungen. Die Milchmenge in der EU-28 überschritt erstmals seit Mitte 2018 wieder das Vorjahresniveau. Das berichtet die ZMB.

Die EU-Milchmenge lag im März durchschnittlich um 0,9% über der Menge des Vorjahresmonats. Ursache könne die vergleichsweise mildere Witterung sein. Aus Irland, dem Vereinigten Königreich und Polen wurden deutliche Steigerungen gemeldet. Das Milchaufkommen dieser drei Länder lag im März in der Summe um 0,125 Mio. t über dem Niveau des gleichen Monats im Vorjahr. Die Molkereien hatten im ersten Quartal von 2019 durchschnittlich 0,2% weniger Rohstoff zur Verfügung als im Vorjahreszeitraum.

EU-Milchanlieferung in den Jahren 2017 bis 2019. (Bildquelle: ZMB)

Deutschland: Milchmenge steigt deutlich

In der letzten Aprilwoche stieg die Milchanlieferung in Deutschland stark an. Das Vorjahresniveau ist wieder erreicht. In der 17. Kalenderwoche erfassten die Molkereien 1,2% mehr Milch als in der Vorwoche. Erfahrungsgemäß sei damit zu rechnen, dass die Milchanlieferung in der zweiten Maihälfte einen saisonalen Höhepunkt erreicht.

Deutschland: Milchanlieferung in den Jahren 2017 bis 2019. (Bildquelle: ZMB)

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Artikel geschrieben von

Christin Heidemann

Praktikantin

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Was soll diese Statistik, und jetzt gerade bei den Preisverhandlungen?

Der Weltmarkt kommt in Fahrt, bei uns wirkt die Dürre noch bis in den Herbst hinein, und jetzt werden noch angebliche Produktionssteigerungen vermeldet!

von Gerd Uken

Das mit den Überkapazitäten ist ein echtes Problem

Das haben die Niederländer auch ja erkannt, die versuchen jetzt bio babypulver nach China zu exportieren. Mehr Wertschöpfung! So wie es z. Zt. aussieht gibt es keine Milchpreissteigerung. Blockbutter ist teurer als abgepackte Ware.......verkehrte Welt- wir unterbieten jetzt den Weltmarktpreis!

von Matthias Zahn

Europaweit keine Milchknappheit

Genau deshalb bewegen sich die Butter und Pulvernotierungen seitwärts. Fakt ist, es gibt immer noch zuviele Produktionskapazitäten in Europa. Der Bauboom nach dem Quotenausstieg rächt sich jetzt. Das "Fit" machen für die Zeit ohne Mengenbeschränkungen fällt uns jetzt auf die Füße und führt zu einer Mengenbeschränkung durch nicht-kostendeckende-Preise. Die einzige Frage die sich stellt ist folgende: Warum nutzen unsere Molkereien gerade nicht den Weltmarkt als Überschussventiel? Butter wird über den GDT wesentlich höher gehandelt als in Europa! Oder hat der europäische Milchmarkt doch eine stärkere europäisch-Regionale Prägung als man uns Bauern zugestehen möchte. Lassen wir die Bauern in dem Glauben, dass an allem nur der Weltmarkt Schuld ist, dann haben Politik, Molkereien und Bauernverband ein ruhiges Leben.

von Eike Bruns

Alles in allem sehr, sehr

schlechte Nachrichten. Wir leben nicht von der Menge allein sondern von einem gewinnbringenden Preis ..... und da passt die Mehrmenge eben nicht zu.

von Gerd Uken

Das sind alles Statisten

In der Praxis sieht es so aus das durch die Dürre 2018 sehr viele Kühe nicht tragend wurden- das ganze verschiebt sich alles nach hinten. Auch die Weideleistung ist dieses Jahr wohl nicht so wie in normalen Jahren deshalb habe sie noch keinen saisonalen Höhepunkt. Kein Wort zu den Abschlüssen der weißen Linie??

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