Europäische Milcherzeuger fordern freiwilligen Lieferverzicht

Die Mitglieder des European Milk Board (EMB) fordern die Zurücknahme der Milchmenge in Krisenzeiten über einen freiwilligen Lieferverzicht. Um das Problem der Überproduktion von Milch in den Griff zu bekommen, solle die Menge in Krisenzeiten leicht zurückgenommen werden.

Die Mitglieder des European Milk Board (EMB) fordern die Zurücknahme der Milchmenge in Krisenzeiten über einen freiwilligen Lieferverzicht. Das teilt das EMB in einer Pressemitteilung mit.

Um das Problem der Überproduktion von Milch in den Griff zu bekommen, dürfe die Produktionsmenge nicht weiter ausgeweitet werden. Stattdessen solle die Menge aufgrund der geringen Nachfrage leicht zurückgenommen werden, forderten die EMB-Mitglieder auf einer Versammlung. Das sei beispielsweise über den freiwilligen Lieferverzicht möglich.

Solange die Politik weiter auf Produktionsausweitung setze, obwohl die weltweit Nachfrage nicht mithalten könne, werden die Milchpreise weiterhin stark unter dem Existenzminimum liegen, erklärt das EMB. Viele Milchhöfe würden innerhalb weniger Jahre zusammenbrechen.

„Aber diese Höfe produzieren gesunde Nahrungsmittel, sie garantieren Arbeitsplätze, sie beleben ländliche Regionen und verhindern deren Ausbluten“, erklärte EMB-Vorsitzender Romuald Schaber. „Damit leisten sie einen enormen Beitrag für die Gesellschaft.“

Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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