Kälberhandel

WLV kritisiert neue Blauzunge-Regelungen

Ab dem 18. Mai gelten verschärfte Regeln für das innerstaatliche Verbringen von Kälbern aus Blauzungen-Sperrgebieten. Der WLV kann das nicht nachvollziehen und fordert praktikablere Lösungen.

Ab Mai steigt laut dem Friedrich-Loefller-Institut das Risiko für eine Verbreitung des Blauzungenvirus durch Gnitzen. Deshalb gelten ab dem 18. Mai verschärfte Auflagen für das Verbringen von unter 90 Tage alten Kälbern (top agrar berichtete). Bislang reichte es aus, wenn Muttertiere vier Wochen vor dem Kalben gegen geimpft und die Kälber mit Biestmilch versorgt wurden. Ab dem 18. Mai gilt: Wurde das Muttertier erst nach dem Belegen geimpft, muss das Kalb vor dem Transport aus einem Blauzungen-Sperrgebiet mit einer Blutprobe untersucht werden.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) kann die Verschärfung der Verbringungsregelungen für Kälber nicht nachvollziehen. Sie verursache hohe Kosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Die bisher gültigen vereinfachten Verbringungsregelungen seien für rinderhaltende Betriebe äußerst wichtig und insbesondere bei dem derzeit klinisch unauffälligen Verlauf der Blauzungenkrankheit auch vollkommen berechtigt, erklärt der WLV. Zudem stelle die extrem kurzfristige Umsetzung der neuen Verbringungsregelungen Rinderbetriebe vor unlösbare Probleme. Der WLV will sich gegenüber der Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser dafür einsetzen, dass rinderhaltenden Betrieben in Restriktionsgebieten praktikable Lösungsansätze angeboten werden.

Bullenmäster im Fokus

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

Schreiben Sie Anke Reimink eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Georg Nordendorf

Lieber WLV, ausnahmsweise muß ich euch einmal Recht geben. Aber es gibt auch noch eine BHV1 Verordnung, die genauso ein Humbug ist, wie die von euch kritisierten Verbringungsregelungen für Kälber im Rqahmen der Blauzunge. Wenn ihr also einmal sinnvolles für die Rinderhalter tun wollt, dann sorgt dafür, das beides abgeschafft wird - nicht irgendwann, sondern spätestens Morgen, besser noch heute.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen