Staatliches Tierwohllabel

Stegemann unterstützt freiwillige Tierwohlkennzeichnung

Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion fordert den Start eines freiwilligen Tierwohlkennzeichens. Parallel müsse auf eine europäische Lösung hingearbeitet werden.

Unterstützung signalisiert der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagfraktion, Albert Stegemann, für das Konzept des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur freiwilligen Tierwohlkennzeichnung. Zwar sei sein Ziel eine verpflichtende europäische Kennzeichnung, sagt der CDU-Politiker im Interview mit Agra-Europe. Er befürchte jedoch, dass die dafür notwendige EU-weite Einigung auf Kriterien und einen einheitlichen Rechtsrahmen noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. „Wir können aber jetzt den Spatz in der Hand und später die Taube auf dem Dach haben - also freiwillig starten und parallel auf eine europäische Lösung hinarbeiten“, so Stegemann. Er räumt ein, dass es innerhalb der Union noch offene Fragen gebe, ist aber zuversichtlich, dass man sich einigen werde. Am Ende müsse die SPD zeigen, dass sie an einer „europarechtskonformen, umsetzbaren Lösung“ interessiert sei.

Die bisherige Arbeit der Großen Koalition bewertet der Unionsabgeordnete positiv: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, und wir wollen weiterarbeiten.“ Für eine etwaige Zusammenarbeit mit den Grünen nach der nächsten Bundestagswahl zeigt sich Stegemann offen. In den letzten Wochen hatten sich namhafte Politiker der CDU/CSU-Fraktion gegen eine freiwillige Teilnahme an einer staatlichen Tierwohlkennzeichnung ausgesprochen.

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