Artenvielfalt

Landfrauen lassen Bayern aufblühen

Die Kreisbäuerinnen geben ihren Landsleuten Tipps, wie man Balkone und Gärten insektenfreundlich gestaltet.

Die 140 Kreisbäuerinnen des Bayerischen Bauernverbandes demonstrierten am Mittwoch bei ihrer Arbeitstagung in Herrsching, mit welchen insektenfreundlichen Blumen und Kräutern Balkonkästen und Terrassenkübel bepflanzt werden können. Unter dem Motto „Auf kleinstem Raum ist Platz für Bienen. Blumen. Leckerbissen“ riefen die Bäuerinnen die Öffentlichkeit dazu auf, Blumenkästen und Bauerngärten mit bienenfreundlichen Blumen oder Kräutern zu bepflanzen, meldet der Bayerische Bauernverband.

Ausgelöst durch Volksbegehren Artenvielfalt

„Ausgelöst durch das Volksbegehren wird das Thema Biodiversität derzeit in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Die landwirtschaftlichen Betriebe erbringen bereits heute umfangreiche kooperative Umweltleistungen auf freiwilliger Basis auf ihren Flächen“, sagte Landesbäuerin Anneliese Göller. Die Bauernfamilien legen zum Beispiel Blühstreifen und Gewässerrandstreifen an oder setzen auf eine besonders vielfältige Fruchtfolge. „Und für uns Bäuerinnen haben schön gestaltete Balkonkästen und Bauerngärten mit bienenfreundlichen Blumen Tradition. Doch der Erhalt der Artenvielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder Einzelne kann, ja sogar muss seinen Beitrag dazu leisten, die Artenvielfalt zu stärken. Dazu sind auch Balkone und kleine Gartenstücke bestens geeignet“, sagte Göller.

Mit ihrer Aktion unterstützen die Landfrauen die Initiative „Bayern blüht auf!“. Der Bayerische Bauernverband hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, im Jahr 2019 möglichst viele Blühstreifen und Blühflächen anzulegen. Damit schaffen die bayerischen Bäuerinnen und Bauern Lebensraum für Bienen, Insekten und Wildtiere.

Landfrauen bieten Blühpatenschaften an

Vielerorts in Bayern stellen Bäuerinnen und Bauern auch ihre Flächen für die Ansaat von Blühmischungen zur Verfügung. Sie geben Verbraucherinnen und Verbrauchern damit die Möglichkeit, sich mit einer Blühpatenschaft für die Artenvielfalt einzusetzen. Interessierte können sich mit einem bestimmten Betrag je Quadratmeter engagieren. Der Landwirt verpflichtet sich im Gegenzug dazu, auf der vereinbarten Fläche eine Blühmischung auszubringen und diese Fläche nicht anderweitig zu nutzen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Die Redaktion empfiehlt

Premium

Das Ergebnis des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ ist nach Auffassung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber kein Misstrauensvotum gegen die bayerische Agrarpolitik. „Das Ziel des ...

Die Landfrauen rufen eindringlich zum gesellschaftlichen Dialog über Landwirtschaft auf. Mit der aktuellen Bundesregierung gehen sie hart ins Gericht und werfen ihr vor, Vertrauen zu verspielen.

Umzingelt von Öko: Konventionelle Bauern leiden unter Käferinvasion

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

Schreiben Sie Claus Mayer eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen