Die Aussaat am Laptop planen Premium

Landwirt Andreas Pohlmann setzt auf Strip Till und die variable Aussaatmenge und reagiert so auf wechselnde Bodenverhältnisse.

Die Fläche erscheint auf dem Laptop in unterschiedlichen Farben. Mit ein paar Klicks entscheidet Andreas Pohlmann, wo seine Maisdrille sieben und wo sie elf Körner pro m2 ablegen soll. Die Farben stellen das Ertragspotenzial des Feldes dar und das möchte der Landwirt aus Ostbevern im Münsterland mit der Pflanzenzahl möglichst gut nutzen.

Andreas Pohlmann bewirtschaftet 72 ha mit sandigen Böden (16 bis 25 BP) und mästet Schweine. Auf rund 50% der Fläche wächst Körnermais, seit 30 Jahren wirtschaftet der Betrieb pfluglos. Einen Teil der Maschinen laufen in Kooperation mit einem Nachbarn, außerdem übernimmt der Landwirt damit Lohnarbeiten.

Experimentierfreudig säen:

Andreas Pohlmann hat seinen Maisanbau seit einigen Jahren umgekrempelt. Im Herbst bearbeitet er die Flächen mit einem Tiefenlockerer und sät Zwischenfrüchte. Im Frühjahr setzt er dann auf Strip Till: „Wir wollten den Unterfußdünger auf unseren hoch versorgten Böden einsparen.“ Die ersten Erfahrungen sammelte Andreas Pohlmann vor vier Jahren mit einem Mietgerät. Mittlerweile besitzt er einen eigenen Striger der zweiten Generation von Kuhn, mit dem er gut zufrieden ist. Das achtreihige Gerät läuft hinter einem neuen 20 m3-Gülletanker von Samson.

Andreas Pohlmann hat festgestellt, dass die Maissorte zum Verfahren passen muss. Er hat die besten Erfahrungen mit Sorten gemacht, die eine zügige Jugendentwicklung haben und die Reihen schnell schließen. Der Praktiker experimentiert in jedem Jahr mit mehreren Sorten und wertet die Parzellen separat aus: „Ab einer FAO-Zahl von 240 haben wir keinen Mehrertrag festgestellt.“

Weil wie überall im Ackerbau kein Jahr gleich ist, sind die Erfahrungen mit dem Strip Till-Verfahren unterschiedlich. Im Jahr 2017 war es zunächst länger kalt, dann folgte eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit. Die gepflügten Maisflächen der Nachbarn lagen da zunächst in Führung – vermutlich, weil sich der Boden schneller erwärmt hatte. Der ...

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Artikel geschrieben von

Florian Tastowe

Redakteur Landtechnik

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Guido Höner

Chefredakteur top agrar

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