Maschio Deutschland wächst deutlich

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 kann die deutsche Vertriebsgesellschaft der italienischen Maschio-Gaspardo-Gruppe zurückblicken. Wie der Geschäftsführer von Maschio Deutschland, Peter Faltner, bei einem Pressetermin in Thalmässing erklärte, sei der bayerische Standort mit einem Umsatz von 26,3 Mio.

Peter Faltner

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 kann die deutsche Vertriebsgesellschaft der italienischen Maschio-Gaspardo-Gruppe zurückblicken. Wie der Geschäftsführer von Maschio Deutschland, Peter Faltner, bei einem Pressetermin in Thalmässing erklärte, sei der bayerische Standort mit einem Umsatz von 26,3 Mio. Euro (+ 45 %) die erfolgreichste Auslandsfiliale des Herstellers von Bodenbearbeitungsgeräten, Drillen und Spritzen weltweit.
 
Insbesondere hätten die heimischen Landwirte im letzten Jahr 42 % mehr Kreiseleggen, Fräsen, Mulcher, Einzelkorndrillen und Mähwerke aus Thalmässing gekauft; 3.712 Maschinen insgesamt. Für den Erfolg verantwortlich macht der Geschäftsführer das besondere Konzept von Maschio Deutschland.
 
„Uns ist bewusst, dass viele Kunden bei Italienern oft Vorbehalte haben, wir müssen immer 110 % geben“, so Faltner. Aus diesem Grund baue die selbstständig geführte deutsche Gesellschaft die aus Italien angelieferten Rohmaschinen auch selbst zusammen und garantiere so deutsche Qualität. „27 Mitarbeiter setzen jedes Gerät nach Kundenwunsch individuell zusammen und prüfen es. Modifikationen und Erweiterungen wie Monitore etc. kaufen wir auf dem deutschen Markt zu“, erklärte der Firmenchef gegenüber top agrar-Online.
Ausgeliefert würde dann mit der Spedition Fehrenkötter. Und auf dem Feld schließlich stünden eigene Kundendienstmitarbeiter und Techniker für die Übergabe und den Ersteinsatz bereit.

"Zweiter Katalog mit den Rabattpreisen kommt gut an"

Endmontage einer Maschine nach Kundenwunsch. (Bildquelle: Endmontage einer Maschine nach Kundenwunsch.)

Als Besonderheit seines Unternehmens beschrieb Faltner den speziellen Katalog der „netto-line“, den es parallel zum Gesamtkatalog gibt. Hierin sind ausschließlich die beliebtesten Standardmodelle aufgelistet und gleich mit Rabatt-Preisen ausgewiesen. „Damit weiß der Kunde direkt, was eine Maschine letztendlich kostet, ohne Diskussionen und feilschen. Alle möglichen Rabatte sind direkt drin“, so der Chef.
 
Auf das laufende Jahr blickt Faltner ebenso positiv. Neben der Erweiterung des Standorts Thalmässing für 2,2 Mio. Euro erwartet Maschio in Deutschland ein Umsatzplus von 10 %, vor allem bei der Bodenbearbeitung und der Sätechnik. Auf dem Markt peilen die Bayern Anteile von über 20 % an. Bei Kreiseleggen und Einzelkorndrillen habe man dies schon erreicht.

„Bei der rotierenden Bodenbearbeitung sind wird bereits der führende Hersteller, bei Mulchern haben wir vermutlich einen Anteil von 30 % in Deutschland“, so Faltner weiter. Jetzt werde man bei der Pflanzenschutztechnik angreifen. Möglich macht das die vergangene Übernahme der Hersteller Finotto und Unigreen. Vor allem letzterer ist hierzulande laut dem Firmeninhaber vielen durch die Anbau- und Anhängespritzen bekannt.

Maschio-Gruppe legt ebenfalls zu

Nicht ganz so stark wie bei der deutschen Vertretung, aber immerhin um 26,3 % ist der Umsatz der gesamten norditalienischen Maschio-Gaspardo-Gruppe gewachsen. Er betrug letztes Jahr 235,5 Mio. Euro.
 
Maschio beschäftigt 1.390 Mitarbeiter in 14 Ländern. Es gibt neun Produktionsbetriebe, u.a. auch in Rumänien, China und Indien, sowie 10 Vertriebsgesellschaften und fünf Beteiligungen. Die Exportquote liegt bei 80 %. 2012 wurden insgesamt 29.000 Maschinen weltweit verkauft. In einigen Sparten ist Maschio zudem Erstausrüster für John Deere (Gartenprogramm), New Holland (China) und Mahindra (Indien). (ad)

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