Insektenschutz

BW: Bauern legen Blühstreifen an

Der Landesbauernverband Baden-Württemberg bietet Bürgern an, Pate einer bunten Blühmischung zu werden. Man kann sich die Region und den Betrieb auf einer Karte aussuchen und der Landwirt sät dann entsprechend der Spende eine Mischung aus.

Unter dem Motto „BWblühtauf – gemeinsam für Artenvielfalt“ gehen die Bauern in Baden-Württemberg mit ihrer Blühstreifenaktion ins neue Jahr. „Schon heute säen unsere Landwirte auf einer Fläche von rund 18.000 Fußballfeldern Blühmischungen als Insektenfutter an“, erklärt Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbandes (LBV).

„Diese Zahl wollen wir gemeinsam mit unseren Mitbürgern weiter ausbauen. Dazu bieten unsere Bauern Blühpatenschaften an.“ Jeder könne etwas für die Artenvielfalt tun. Unter www.bwbluehtauf.de können Bürger Anbieter von Blühpatenschaften in ihrer Region finden. Zusätzlich tragen die Landwirte ihr bisheriges Engagement für die Artenvielfalt auf der Online-Plattform ein.

„Wir wissen, wie wichtig Bienen und andere Insekten für die Bestäubung und das ökologische Gleichgewicht in der Landwirtschaft sind. Unsere Bauern führen daher viele unterschiedliche Maßnahmen, um für Insekten, Reptilien, Vögel und Säugetiere Lebensräume zu schaffen und somit die biologische Vielfalt zu fördern“, zeigt der Bauernpräsident auf. Vom Säen der Blühstreifen über extensive Bewirtschaftung von Grünland oder Streuobstwiesen bis zum Anbau von Zwischenfrüchten auf dem Acker – schon jetzt werden rund 200.000 Hektar (Fläche von 290.000 Fußballfeldern) in Baden-Württemberg besonders artenfreundlich bewirtschaftet.

Blühpate werden

Gemeinsam mit den Bürgern wollen die Bauern im Land ihr Engagement für die Artenvielfalt weiter ausbauen. Dazu können Interessierte eine sogenannte Blühpatenschaft erwerben: Auf der Übersichtskarte von www.bwbluehtauf.de den gewünschten landwirtschaftlichen Betrieb auswählen und den Landwirt über die angegebenen Kontaktdaten ansprechen. Individuelle Blühpatenschaft vereinbaren (Flächengröße, Laufzeit, Kosten pro Quadratmeter etc.). Der Landwirt sät die vereinbarte Blühfläche für den Paten in gewünschter Flächengröße ein.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Zu teuer!?

Hier in Bayern beklagen sich schon viele, dass 50 €/100 m2 doch viel zu teuer ist. Klar, man will Artenschutz zum Nulltarif. Wie immer, sollen doch andere machen. Am Ende, wenn man für 1 ha 100 Paten braucht, ist es auch ein hart verdientes Geld! Manche machen auch ein Patenfest, dann bleibt wahrscheinlich gar nicht viel Geld in der Kasse übrig, trotz 5000 €/ha offiziellen Einnahmen.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

50 Euro / 100 m²

Ich habe heute morgen einen entsprechenden Beitrag im TV gesehen. Dort wurde den Bürgern die Möglichkeit gegeben 100 m² Blühstreifen oder Parzelle für 50 Euro zu erwerben. Dazu bekommen die Bürger eine Urkunde. Ein Geschäftsmodell mit Zukunft, da der Landwirt und die Natur die absoluten Gewinner sind und das Gewissen der Bevölkerung beruhigt wurde. Wenn dann noch die Prämie in Höhe von 850 Euro je Hektar dazukommt, ist das Glück vollkommen.

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