Den Pflanzen auf den Feldern mangelt es an Frosthärte

Experten befürchten in Europa verbreitet Auswinterungen. Den Pflanzen fehle vielfach die Winterhärte.

Getreide ist noch nicht bereit für den Winter. (Bildquelle: top agrar)

Der agrarmeteorologische Prognosedienst der EU-Kommission (MARS) zeigt sich besorgt über den Zustand des Wintergetreides in weiten Teilen Europas. Aufgrund mangelnder Niederschläge hatte sich nicht nur die Aussaat verspätet, auch die Keimung verlief stockend. Da es weiterhin an Bodenfeuchte mangelt, sind viele Feldbestände unterentwickelt oder sogar geschwächt.

Der verhältnismäßig warme Start des Winters war zudem wenig hilfreich, denn der pflanzeneigene Schutz der Winterhärte wurde damit nur hinausgezögert oder ist bislang noch gar nicht eingetreten. Das erhöht die Gefahr der Auswinterung. Die Modellsimulationen zeigen keine oder nur geringe Frosttoleranzen in der westlichen Hälfte Europas, im Mittelmeerraum, in südlichen Teilen der Balkanhalbinsel und im Westen der Türkei.

In Ostpolen, Nordbulgarien und Ostrumänien sowie in einigen Teilen Finnlands, Schwedens, der Tschechischen Republik und der Slowakei hat die Bildung der Winterhärte allerdings begonnen oder ist wie im Südwesten von Weißrussland sowie im Süden und Westen der Ukraine teilweise schon recht gut ausgeprägt. Während der November in weiten Teilen Europas vielfach schneefrei war, hat es in der zweiten Monatshälfte geschneit, sodass in der ersten Dezemberdekade bereits große Teile des nördlichen Europas und der Alpenregion unter einer Schneedecke lagen. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

Modellsimulation!?

Hört sich an als ob jemand im Büro an einem Computer etwas theoretisch ausprobiert. Ich glaube kaum, dass sich komplexe Vorgänge, wie sie in der Natur vor sich gehen, in einem Computerprogramm erfasst werden können. Denn die Natur ist an Einfallsreichtum und Reaktionsmöglichkeiten jedem Computer haushoch überlegen. Zumal kein Computer die Witterung der nächsten drei Monate vorhersagen kann. Selbst wenn, welche Reaktionsmöglichkeiten hätten wir zum jetzigen Zeitpunkt? Was also soll uns Bauern diese Meldung bringen!?

von Gerhard Lindner

Ich dachte, wir steuern auf eine Rekordernte hin!?!

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