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Düngeverordnung – auch Ökobetriebe stehen weiter unter Druck Premium

Trotz Ausnahmen bei den geplanten Verschärfungen der DüV in den „roten Gebieten“ müssen sich auch ökologisch wirtschaftende Betriebe umstellen. In welchen Bereichen erklärt Andreas Jessen, Naturland.

Die Abschaffung der Nährstoffbilanz mit den dazugehörigen Nährstoffüberhängen betrifft zunächst alle Betriebe in Deutschland. Welche Auswirkung sehen Sie konkret für die ökologisch wirtschaftenden Landwirte?

Jessen: Der Nährstoffvergleich hat nur eine begrenzte Aussagekraft für den Betrieb und den Gewässerschutz. Die Stoffstrombilanz verlangt den Betrieben mehr ab, aber es werden wertvollere Daten zusammengeführt. Da-raus lassen sich Ursachen bei eventuellen Überschüssen leichter erkennen. In diesem Zusammenhang sollten aber die Bagatellgrenzen für Klein- und Extensivbetriebe überdacht werden. Ökobetriebe unterschreiten den Kontroll- wert für Stickstoff (N) nach unserer Erfahrung in aller Regel deutlich. Daher ist es im Ökolandbau kein Hinweis auf eine unausgewogene Düngung, wenn Betriebe die starre Grenze von 50 Großvieheinheiten je Betrieb überschreiten. Ein Ökobetrieb ist mit z.B. 150 Hektar Acker und 50 Großvieheinheiten aufgrund von Mutterkuh- oder Schweinehaltung noch lange nicht kritisch.

Nach den neuen Vorschlägen sind nicht mehr alle Verschärfungen der DüV in den roten Gebieten für Ökobetriebe bindend. Welche Maßnahmen treffen den Ökolandbau dennoch?

Jessen: Insbesondere die verlängerten Sperrfristen für Festmist und Komposte sowie das Verbot einer Herbstdüngung sind relevant. ...

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Artikel geschrieben von

Anne Katrin Rohlmann

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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