Fischzucht

Baden-Württemberg fördert Fischerei und Aquakultur

Staatssekretärin Gurr-Hirsch besucht eine Fischzüchterfamilie im Kreis Sigmaringen und stellt fest: Die Fördergelder seien gut investiert.

Baden-Württembergs Fischerei- und Auqakulturbetriebe liegen deutschlandweit vorne - auch dank der Förderungen vom Land und der EU. (Bildquelle: Mayer)

Die Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch besuchte die Fischzucht Störk in Bad Saulgau im Landkreis Sigmaringen. Laut dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucheschutz (mlr) lobte Gurr-Hirsch die Auswirkungen der Investitionen: „Mit europäischen und mit Landesmitteln fördern wir eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Aquakultur in Baden-Württemberg."

Die Fischzucht am Wagenhauser Weiher gehe bis ins 19. Jahrhundert zurück und werde bereits in der dritten Generation von Peter Störk geführt. Neben der Erzeugung und Verarbeitung von Bach-, Regenbogen- und Goldforellen, gehöre der Betrieb zu den führenden Anbietern für Forelleneier in Deutschland. Anlass des Besuchs der Staatssekretärin waren die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen, die mit Mitteln des Landes und dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds unterstützt wurden.

Mithilfe der Investition habe der Betrieb Störk die Produktion gesteigert und Arbeitsabläufe rationalisiert. Gleichzeitig stelle er das Wohlbefinden der Fische durch eine gleichmäßigere Sauerstoffverteilung im Wasser sicher. "Neben den positiven Auswirkungen auf das Betriebseinkommen wird also auch die Wasserreinhaltung gesteigert", erläuterte die Staatssekretärin, "damit werden die Ziele des Gewässerschutzes unterstützt."

Baden-Württemberg setze sich für eine nachhaltige und verantwortliche Nutzung von Ressourcen ein. Der Europäische Meeres- und Fischereifonds (EMFF) und Fördermittel des Landes ermöglichten eine ökologisch nachhaltige Aquakultur. "Die regionale Erzeugung und Vermarktung von hochwertigen Forellen und Saiblingen und den daraus hergestellten Produkten ist ein Markenzeichen Baden-Württembergs", betont die Staatssekretärin.

Baden-Württemberg und Bayern liegen vorne

Baden-Württemberg ist zusammen mit Bayern nach der offiziellen Statistik der bedeutendste Produzent von Forellen und Saiblingen in Deutschland. In den entsprechenden Teichanlagen wurden im Jahr 2017 in Baden-Württemberg 2900 Tonnen und in Bayern 3700 Tonnen erzeugt. Die Betriebe in Baden-Württemberg sind
familiengeführte Unternehmen, die sich durch eine hohe Innovationsbereitschaft auszeichnen. Schon seit mehreren Jahrzehnten sind die Betriebe deutschlandweit führend bei der Fischgesundheit und der Wasserreinhaltung.

Die Fischereiförderung in Baden-Württemberg hat das Ziel, eine nachhaltige, ressourcenschonende, innovative, wettbewerbsfähige und wissensbasierte Fischerei und Aquakultur zufördern. Auch die Verarbeitung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen werde unterstützt. Hierfür ständen in der aktuellen Förderperiode (2014-2020) neben Mitteln aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) auch Landesmittel zur Verfügung.

Artikel geschrieben von

Berenike Kröck

Redaktion Südplus

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