Aktive Maisstoppelzerkleinerung mit der Schmidt-Maiswurzelfräse

Die Maiswurzelfräse von Schmidt arbeitet mit einem Reihenabstand von 75 cm und geht nur dort in die Tiefe. Durch die Zerfaserung habe der Maiszünsler keine Chance und auch die Fusarienausbreitung werde verhindert. Eine Fotogalerie finden Sie hier...

Eine interessante Lösung zur Zerkleinerung von Maisstoppeln und deren Wurzeln hat die Firma Schmidt aus Uchte im Programm. Die Maiswurzelfräse soll dem Maiszünsler zuverlässig seine Heimat nehmen und Fusarien keine Ausbreitungsfläche bieten.

Die Maschine arbeitet mit parallel geführten Rotoren deren Rotorbreite 35 cm je Fräseinheit beträgt. Der Rotordurchmesser beträgt 330 mm und jeder einzelne Rotor ist mit einer Spritzschutzklappe versehen. Die Drehzahl der Rotoren beträgt ca. 1200 U/min. Der Reihenabstand beträgt 75 cm, es gibt insgesamt 28 Werkzeuge. Der Reihenabstand von 75 cm bedeutet, dass zwischen den Reihen jeweils 40 cm des Bodens unbearbeitet und damit die Untersaat weitestgehend unbeschadet bleibt.

Die Maiswurzelfräse wird im Dreipunkt der KAT III gebaut und ist mittlerweile mit einer neu konstruierten Hydraulikanlage, inklusive vier leistungsfähigen Hydraulikmotoren ausgestattet. Die dynamische Leistung beträgt je 26 KW (35 PS) pro Rotor bei einem Belastungsfaktor von 1,4. Bei 67 Liter/min arbeitet die Maiswurzelfräse mit 330 bar Betriebsdruck. Sie benötigt 600 Liter Hydrauliköl, was sich in zwei Tanks zu je 300 Litern befindet. Die zwei Hydraulikdoppelpumpen haben eine Leistungsfähigkeit von 150 Liter/min. Die Hydraulikdoppelpumpen werden von einem Verteilergetriebe mit einer Leistung von max. 200 KW angetrieben. Zwei Ölkühler sorgen für die notwendige Kühlung im Ölkreislauf. Diese sind mit einer Reserviereinrichtung ausgestattet.

Mit der Maiswurzelfräse wird reihenweise gearbeitet um möglichst wenig Boden zu bewegen. Die Fräswalzen sind in wartungsfreien Lagern gelagert und bestehen aus einem stabilen Kern, auf dessen Außenseiten Hartmetall-bestückte Werkzeuge aufgeschweißt sind. Alle Verschleißteile sind schraubbar. Seitlich sind die Rotoren zusätzlich mit Hardoxblechen eingefasst.

Vor der Maiswurzelfräse befindet sich eine Gleitkufe. Sie begrenzt die Arbeitstiefe der Rotoren auf 50 mm. Ein Praxistest zeigte laut Hersteller, dass bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 6 km/h alle Wurzelstöcke bis zu einer Tiefe von 5 cm vollständig zerstört und zerfasert wurden. Selbst in Stollenabdrücken oder tiefen Fahrspuren arbeite die Maschine zuverlässig, flächig arbeitende Maschinen kämen hierbei schon an ihre Grenzen. Auch noch bei 10 km/h habe man eine weitestgehende Zerstörung der Maisstoppeln und Wurzeln feststellen können.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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