Kommentar

Verschärfung der DüngeVO: „Knüppel aus dem Sack!“

Das ist schon ein starkes Stück: Für die Praxis völlig überraschend kündigte das Berliner Landwirtschaftsministerium die nächste Verschärfung der Düngeverordnung an. Und das schon für das kommende Jahr.

Ein Kommentar von Anselm Richard, Chefredakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben.

Im Mai 2020 soll es die nächste Verschärfung der Düngeverordnung geben. Das hat das BMEL jetzt mitgeteilt. Dabei sind die Landwirte noch dabei, die erst 2017 grundlegend erneuerte Düngeverordnung und die 2018 zur Pflicht gemachte Stoffstrombilanz zu verarbeiten. Niemand kann sagen, welche Auswirkungen diese Reformen haben; sie beginnen erst zu wirken. Warum also jetzt der neue Knüppel aus dem Sack?

Ganz einfach: Das Agrarministerium hat sich verkalkuliert. Die Modernisierung der Düngegesetzgebung ist in Deutschland unter starken Geburtswehen abgelaufen. Mehrere Jahre gingen ins Land, bis zur Abwehr eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens tatsächlich alle relevanten Vorschriften runderneuert waren.

Oberstes Ziel war und ist der Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers vor Nährstoffeinträgen. Am Ende standen harte Einschnitte für die Tierhaltung, aber auch viele Kompromisse, mit denen sich sowohl die Landwirte als auch die Verfechter noch strengerer Vorgaben zähneknirschend abgefunden haben.

Für viele Familienbetriebe bedeuten die neuen Vorschriften und Pflichten sowohl Einschränkungen und Mehrkosten als auch neue bürokratische Pflichten. Wenn man auch zugestehen muss: Es hätte schlimmer kommen können.

Das kommt wohl jetzt. Denn was Julia Klöckner und ihr Staatssekretär Hermann Onko Aeikens verkünden, sind keine kosmetischen Korrekturen, sondern richtige Knaller. So soll der betriebliche Nährstoffvergleich wohl durch eine neue schlagspezifische Komplettaufzeichnung aller ausgebrachten Düngemittel ersetzt werden. Noch gravierender: Der sogenannte Kontrollwert, also im Kern der zulässige Nährstoffüberschuss, soll gänzlich gestrichen werden. Hier geht es bei Stickstoff um 50 oder 60 kg/ha. Alles andere als eine Kleinigkeit!

Diejenigen, die eigentlich überhaupt keine Schwierigkeiten mit Nährstoffüberschüssen haben, werden sich über die zusätzlichen Dokumentationspflichten ärgern, und zwar zu Recht. Alles in allem: Ein neuer Schlag ins Kontor vieler Familienbetriebe, die wirtschaftlich ohnehin gebeutelt sind.

Offenbar hat die Bundesregierung lange gewusst, dass sie um eine Nachbesserung der Düngeverordnung nicht herumkommen würde, und entsprechend mit Brüssel verhandelt. Den Landwirten hat sie das aber verschwiegen. Das ist politisch unklug und kann viel Vertrauen verspielen – gerade weil die Landwirte zunehmend das Gefühl beschleicht, dass jegliche Planungssicherheit abhanden kommt.

Selbstverständlich beteuert Julia Klöckner nun, dass sie die Landwirte bei der Umsetzung der neuen Vorschriften begleiten will. „Flankierende Maßnahmen“ sollen den Bauern helfen. Doch wie die aussehen sollen, weiß niemand. Tischlein, deck dich und Goldesel werden wohl nicht dabei sein…

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Matthias Zahn

www.schleppschlauch-nein-danke.de

Nicht jammern sondern machen! Der Anfang ist gemacht, jetzt braucht es Unterstützer! Eigeninitiative ist gefragt!

von Joachim Löber

Angepasste Tierhaltung

Bei uns Ökos gibt es eine an die Fläche angepasste Tierhaltung. Nur das ist der Schlüssel für weniger Gülle und Nitrat! Solange in Deutschland immer noch Ställe gefördert werden, sind wir auf dem Holzweg.

von Yvonne Richter

Lamentieren hilft nicht

Unsere Kontakdaten liegen der Redaktion vor.

von Yvonne Richter

Lamentieren hilft nicht

Solange Politiker sich anmaßen, über die Köpfe von denen die sie gewählt haben hinwegsetzen zu können wird es immer wieder Entscheidungen von Nichtskönnern geben, die ALLES KÖNNEN, egal auf welchem Gebiet. Im Industriebereich muss man ja "Rücksicht" auf die Lobby nehmen. Welche Lobby haben eigentlich diejenigen, die die Menschen satt machen? KEINE!!!!!!!!! So und nun zum Thema lamentieren: EUCH LANDWIRTEN hilft niemand, auch Eure tollen Verbände nicht, denn diese reagieren immer nur auf das, was die Politik gerade veranstaltet. Also, "Hilf dir selbst, sonst hilft Dir niemand" sagt schon ein altes Sprichwort. Wie wäre es wenn die in den Kommentaren angesprochenen "Kleinen" das Hefter selbst in die Hand nehmen. Machen wir aus 200.000.000 m³ Gülle und Gärresten, doch einfach nur 200.000 t hochwertigen Dünger, der direkt und zielgerichtet in den Regionen eingesetzt wird, wo man ihn braucht, oder den Überschuss einfach verkauft!!! Viele "Kleine" sind eine Macht, wenn Sie sich zusammenschließen und eine Genossenschaft oder anderes sinnvolles Zusammengehen im regionalen Bezug macht stark und kann die Probleme lösen. Wir haben technische Möglichkeiten, die darauf warten umgesetzt zu werden, allerdings bedeutet diese auch Kampf gegen die Lobby der Mineraldüngerindustrie und damit gegen die Politik. Fangen wir endlich mit sinnvollen Maßnahmen an und lassen uns nicnht ständig in sinnloser Existensbedrohung halten und den Schuldigen vielleicht noch bei unsere Nachbarn suchen, z.B. bei denen die Grünland bewirtschaften. Genau diese kleinliche Auseinandersetzung wird politisch gewollt, um die Schuldigen doch nur wieder bei den Landwirten zu suchen, damit die Nichtskönner von Politikern ihren Sessel behalten können. Wir habe sie gewählt, dann sollen sie auch ihre Arbeit machen.

von Karlheinz Gruber

Herr Hahn

ich sehe im Grunde sind wir wirklich nicht weit voneinander. Aber genau dieses System fordern halt die NGOs auf den Rücken der kleinen. Und so hart es auch klingt, auch viele Kleine können/werden große Auswirkungen haben. Und Proben sollten nicht an einer Stelle, sondern für mich representativ über das ganze Feld verteilt gezogen werden. Zonenbildung bei anschließender Breitverteilung, das Geld kann man sich wirklich sparen. Man muß aber auch auf die Wirklichkeit in der LDW hinweisen. Und nicht mehr lange um den heißen Brei rumreden. Denn diese Punkte fliegen uns jetzt voll um die Ohren. eine Schonungslose Debatte kann auch von uns ausgehen und ist besser als wie von den NGO/ Grünen getrieben und rechtfertigen zu müssen. Daher auch meine Aussage zur Doku usw.

von Wilhelm Grimm

Herr Freese,

das fragen sich bereits immer mehr. Zusätzlich sollte man sich bei dem eigenen Wasserwerk nach der Belastung der nahe liegenden Messstellen und den unterschiedlichen Messtiefen sowie über die letzte Entwicklung erkundigen, auch die Fördertiefe ist wichtig. Die Daten und Ergebnisse sind öffentlich einsehbar.

von Hermann Freese

sollten die Nitratwerte ausschlaggebend sein und ausschließlich aus einem Belastungsnetz stammen und nicht aus representativen Messungen, warum verklagen wir die Bundesregierung dann nicht? Anders gesagt, warum gehen wir nicht juristisch gegen die neu-kommende DüVo vor?

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Ungerechtigkeit

anstatt die Ackerbauern zu immer mehr Bürokratie zu verpflichten, sollte man auch die Grünlandbetriebe genauer unter die Lupe nehmen. Hier gibt es keine Werte von der LWK und nicht einmal eine Verpflichtung zur N/min Feststellung. Die N/min Werte werden nur für Kulturen im Bereich Ackerbau herausgegeben. Warum diese Ungerechtigkeit. Ackerbauern halten sich an die Vorgaben und die Grünlandbetriebe? - Wenn schon neue Vorschriften, dann auch unter Einbeziehung der Grünlandflächen. Ich kenne Grünlandbetriebe, die im Jahr den N-Bedarf nur in Form von Wirtschaftsdüngern (Gülle) mit den entsprechenden Nitratauswaschungen ausbringen. Hier muss der Gesetzgeber handeln und nicht nur auf die Ackerbauern herumhacken!!.

von Gerd Woertel

Immer auf die Keinen

Man sollte die gewebliche Landwirtschaft verbiebieten dann würden alle Probleme schnell gelöst. Das Geld würde in der Region bleiben und die Landwirte wären nicht mehr Sklaven in ihren eigenen Ställen . Durch sinkende Tierzahlen gibt es sicher bessere Preise. Ich habe aber wenig Hoffnung das es so kommt da viele landwirtschaftliche Politiker solche Anlagen haben.Auf Verbandsebene sieht es bestimmt nicht besser aus

von Heinz Hahn

Falsch verstanden...

Herr Gruber, ich bin nicht von gestern. In unserem Betrieb ist die Technik vorhanden. Ich stelle nicht die nähstoffermittlung und Dokumentation in Frage. Ich sage nur dass jeder die bedarfsermittlung tun sollte. Auch die kein und kleinstbetriebe. Bei uns in der Region sind der Großteil der Äcker Kleiner 0,5ha. Da kommst mit Fasszählen nicht weit. Mit dem Mineraldünger ebenso. Wenn keine entsprechende Technik (Wiegezellenstreuer) vorhanden ist. Dann sind wir wieder beim Schnitt. Daher rate ich zur Vorsicht bei solchen Aussagen. Ich wollte auf die Kluft aufmerksam machen welchen die Politik Nabu und co. Fordern. Auf der einen Seite kleinste Strukturen und auf der andern Seite eine Genauigkeit wollen die schlichtweg nicht zu leisten ist. Bitte erklären sie mir ob es gerecht ist bei Schlägen größer 3ha ein repräsentative Stelle für die Nmin Ermittlung zu wählen wenn zugleich auf kleinen Schlägen jeder Schlag Bettprobe werden muss. Ich müsste knapp 200 Proben ziehen.... Ein Betrieb im Osten wahrscheinlich nicht einmal 10. Wo ist der Mehrgewinn? Derjenige der mit Verstand an die Sache ranggeht wird auf seinen Schlägen ähnliche Ergebnisse erzielen. Eine repräsentative Auswahl an Schlägen sollte doch ausreichen sein.

von Karlheinz Gruber

Herr Hahn

jede Schlagkartei verfügt in der Zwischenzeit über ein Rechenwerk. Das heißt die gesamte ausgebrachte Menge wird eingegeben und somit auf das Feld dokumentiert, was auch paßt wenn ich überall gleich fahre. Abdrehen des Streuers ist halt eine Grundvoraussetzung. Dies wird auch bei Gehilfenprüfungen geprüft. Und zwar zu Recht. Wer N Düngt darf nicht pauschal fahren und die Umwelt belasten. Dieshalb haben wir auch diese Verschärfungen. Es reicht, sage ich jetzt auch als konv. Landwirt. Es gibt Möglichkeiten, und die müssen genutzt werden. Und ich habe selber über etliche Schläge unter 1 ha, sogar noch gepachtet auch, bzw. durch Randprogramme deutlich kleiner. Und ich bin ein relativ kleiner Betrieb. Und bei solchen Betrieben habe ich festgestellt ist ein Wiegestreuer noch effektiver, da sich die Überlappungen noch stärker in das Ergebnis niederschreiben und dies damit ausgeglichen werden kann. Bei der Gülle kann ich ganz einfach die Fäßer zählen. Punkt. Bei der Menge des Gülleinhaltstoffes ist halt auch eine representative Probe nötig. Das ist das was ich meine, was auf jeden Fall schon auch lange umgesetzt sein sollte und auch möglich ist. Ein liegender Bestand ist zehnmal teurer über den Verlust und eine Belastung für den Stall. Die Dokumentation hat nichts mit Struktur zu tun, sondern mit Betriebswirtschaft und sollte somit hier im eigenen Interesse sein. Und die ist bei diesen Preisen noch nötiger als mit Großstrukturen. Und es gibt auch die Möglichkeit der Gemeinschaften/ Gewannenbewirtschaftung/ freiwilligen Bewirtschaftungstausches (ohne Grundbuch etc). Funktioniert auch immer wieder. Wo ich recht gebe ist die Überbordende Doku. Aber solange ich von der Doku einen Gewinn habe, weil ich die Übersicht über die Kosten habe, solange habe ich nichts dagegen. und ich könnte ihnen die Schlagbezogene Doku von meinem Betrieb bis in die Anfänge der 70er Jahre zeigen. Damals noch handschriftlich von meinem Vater. Mit allen Vorgängen und Wachstumsstadien, egal welcher Größe der Schläge. Interessant zu lesen heute....

von Markus Baier

Knüppel aus dem Sack

Wird Zeit dass die Landwirtschaft mal langsam den Knüppel aus dem Sack lässt. Und zwar in Richtung Berlin.

von Heinz Hahn

Herr Gruber...

Da bin ich mal gespannt wie die sogenannten kleinbäuerlichen Betriebe der schlagbezogenen Dokumentation nachkommen wollen... Das ist ein Schlag ins Gesicht. Hier im Südwesten liegt die Schlaggröße im Durchschnitt kaum über 1ha. Wie wollen Kleinbetriebe die exakte ausgebrachte stickstoffmenge dokumentieren? Diese Maßnahme macht nur Sinn wenn entsprechende Messtechnik vorhanden ist. Adieu Kleinbetriebe... Oder werden diese wieder ausgenommen? Das ist seitens Politik nicht fair.

von Wilhelm Grimm

Diese Düngeverordnung beschleunigt den Klimawandel.

Macht nix, sagt das BMEL. Hauptsache die Ideologie stimmt.

von Renke Renken

Es ist an der Zeit,

gelbe Westen anzuziehen. Fakt ist, was unsere Politiker anfassen, auf allen Ebenen , ist praktisch schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt, oder kostet Unsummen von Steuergeldern

von Karlheinz Gruber

Na ja,

zumindest die Dokupflicht sehe ich nicht so problematisch. jeder moderne, betriebswirtschaftlich arbeitende Landwirt hat eine Ackerschlagkartei, wo er eh alles reinschreibt was er am Feld tut. Das ist eigentlich ein Grundsatz des guten Ackerbaus und eines integrierten, umweltgerechten Anbaues. Also bitte Herr Deter, wir sind nicht welche, die einfach heute was rausfahren, nur weil es sein muß und morgen weiß ich nicht mehr was letzte Woche war. Wie auch in der Tierhaltung, was ich brauche und wissen muß, wird notiert. Nur so kann er Vollkostenrechnungen machen, und sagen wie der Laden läuft. Also dieser Punkt, wird sich nicht auf Betriebe auswirken, denn der sollte schon aus eigenem Interesse geführt werden. Dünger kostet auch schließlich viel Geld. Und das bei den Preisen! Der Rest, tja da wollen wir mal sehen, ob auch das Wetter immer so mitspielt... Wir müssen uns nur endlich gegen die Industrie wehren. Das ist unser Hauptfeind. Die wollen auf unsere Kosten liefern. Und die Politik will Posten in den Aufsichtsräten....

von Karlheinz Gruber

Na ja,

zumindest die Dokupflicht sehe ich nicht so problematisch. jeder moderne, betriebswirtschaftlich arbeitende Landwirt hat eine Ackerschlagkartei, wo er eh alles reinschreibt was er am Feld tut. Das ist eigentlich ein Grundsatz des guten Ackerbaus und eines integrierten, umweltgerechten Anbaues. Also bitte Herr Deter, wir sind nicht welche, die einfach heute was rausfahren, nur weil es sein muß und morgen weiß ich nicht mehr was letzte Woche war. Wie auch in der Tierhaltung, was ich brauche und wissen muß, wird notiert. Nur so kann er Vollkostenrechnungen machen, und sagen wie der Laden läuft. Also dieser Punkt, wird sich nicht auf Betriebe auswirken, denn der sollte schon aus eigenem Interesse geführt werden. Dünger kostet auch schließlich viel Geld. Und das bei den Preisen! Der Rest, tja da wollen wir mal sehen, ob auch das Wetter immer so mitspielt... Wir müssen uns nur endlich gegen die Industrie wehren. Das ist unser Hauptfeind. Die wollen auf unsere Kosten liefern. Und die Politik will Posten in den Aufsichtsräten....

von Hans Nagl

Jetzt mal fragen warum gibt's die DüngeVo

Die letzten Jahre wurde doch das Jahrhunderte alte Prinzip der Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft über Bord geworfen. Oder andersrum wenn alle Gülle wieder auf den Acker ausgebracht wird wo das Futter herkam, dann bräuchten wir keine DüngeVo.

von Volker Hahn

leguminosen

dürfen wir in Zukunft aber en masse anbauen ... und schicken damit ein Vielfaches an Nitrat ins Grundwasser. Wie dämlich sind unsere Regierungsbeamte eigentlich, dass sie nicht in der Lage sind, simpelste Zusammenhänge, die jeder GUTE Lehrling in seiner Ausbildung vermittelt bekam, zu bedenken? Zwischenfrüchte nicht andüngen zu dürfen, ist das gleiche, als wenn man ein Schulkind morgens ohne Frühstück in die Schule schickt. Aber ja, …. es sind die gleichen Regierungsbeamte, die vor dreizehn Jahren nicht in der Lage waren, Substrat aus Biogasanlagen als Düngemittel zu deklarieren! Was sollen wir von ihnen auch erwarten. Es fehlt der praktische Beirat !!

von Thomas U. Cordula Schulz

Es wird Zeit

Ich denke wir tun gut daran nicht mehr alles zu schlucken, wir versuchen seit Jahren dem Ärger aus dem Weg zu gehen. Wir passen uns an, es kostet aber unser Geld! Es wird Zeit dem Verbraucher klar zu von was er alles abhängt. 1. Strom, viele Landwirte gemeinsam währen wohl in der Lage das Netz an seine Grenzen zu bringen, nur für wenige Minuten.... 2. Es gäbe sicher auch Möglichkeiten des nicht verkaufens von Produkten, wie Getreide , Fleisch, Milch und Eier für einige Tage. Dies würde aber sicher größere Einkommensverluste bedeuten. Diesen Spielraum haben leider einige Betriebe nicht mehr.

von Torsten Kremershof

Herr Grimm,

Dann wird es nach meiner Meinung höchste Zeit der Politik gegenüber auch klare Worte zu sprechen. Und nicht wie sonst von den Bundestagsabgeordneten die gleichzeitig im Verband sitzen sich wieder auf Kuschelkurs mit Frau Klöckner und den Umweltverbänden zu begeben. Was wir Landwirte brauchen ist ein Struckturprogramm Landwirtschaft. Das bedeutet endlich verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Das bedeutet aufgabewilligen Berufskollegen dies sozialveträglich wirtschaftlich interessant zu machen. Der Berufsstand ist ohnehin überaltert. Doch die meisten älteren Berufskollegen können sich eine Betriebsaufgabe unter den derzeitigen Rahmenbedingungen schicht nicht leisten. Beispiel: Hofabgabeklausel. Niemand kann heut zu Tage von 600 Euro Rente leben und damit noch sein Haus oder ehemalige Betriebsgebäude erhalten. Allein die Aufgabe des Landwirtschaft Status einer Hofstelle lässt meist keine gewerbliche Nutzung und Einnahmequelle zu oder ist mit großen bürokratischen Hürden verbunden. Also muss man hier ansetzen, wenn man die Landwirtschaft weiter stark einschränken oder sogar abschaffen will. Und machen wir uns doch nichts vor . Es ist Tatsache das die Landwirtschaft dem Export von Industriegüttern geopfert werden wird. Zahlreiche Handelsabkommen stocken genau deswegen , weil Nationen wie die USA , Canada , Südamerikanische, Asiatische ... Alle von uns Industriegüter gegen Landwirtschaftliche Produkte eintauschen möchten. Deswegen gehört auch neben der Landwirtschaft ,Politik ,Umweltverbänden , Verbraucher Verbänden auch die Exportindustrie an einen Verhandlungstisch. Genau wie bei der Braunkohle muss ein milliardenschweres Struckturpacket geschnürt werden. Damit endlich die Landwirte die dann noch unter den hohen Standards und Kosten produzieren wollen auskömmliche Preise für ihre Produkte bekommen oder die aufgabewilligen entweder abgesichert in Rente oder gut qualifiziert in die Industrie, Handwerk oder sonst wo unterkommen . Auch wenn es sich zunächst unglaublich anhören mag , aber wir Landwirte werden in diesem Land nicht mehr benötigt . Zumindest glauben dies die meisten urbanen Bürger , Politiker und Wirtschaftselieten . Nun ist es daran einzufordern und endlich die Landwirte aus der Schuss Linie zu bekommen.

von Georg Summerer

Betrug!

Die alte und neue Düngeverordnung basiert einzig und allein auf dem Betrug bei den Nitratmessungen!

von Hermann Kamm

Glaubwürdigkeit und Planungssicherheit gibts nicht mehr. ( leider )

ich hoffe das jeder Landwirt zukünftig weiß das uns diese Politik der Bundesregierung nichts geholfen hat. Vielleicht weiß spätestens jetzt jeder Landwirt wen er zur EU Wahl wählen soll??????????????

von Gregor Grosse-Kock

Đüngeverordnung

Hauptsache Klärwerke und Adblue Verbraucher sind mit in der Đüngeverordnung Abwasser 10% Stickstoff, nach dem Klärwerk und auf einem m3 Gülle kommen 27 m3 Abwasser. Bei den Lkw werden im Jahr 3,6Mio to Adblue Verbraucht, nach dem Auspuff ergibt das mit Diesel Ammoniumnitrat. Und Ammoniak ist auch kein Feinstaub, wenn im Straßenverkehr dieses so funktioniert müssten Viehhalter einen Umweltpreis bekommen. Zudem ist der Stickstoffkreislauf ein Ewigkeitskreislauf aus dem man nicht entfliehen kann auch ohne Tierhaltung nicht.

von Wilhelm Grimm

Herr Kremershof, ja

wir müssen was tun. Der DBV hat am 12.und 13. 2 Sitzungen. Leute, Angriff ist die beste Verteidigung oder wollt ihr kriechen?

von Jörg Meyer

solange die Subventionen fließen

werden die Auflagen immer mehr werden. Ob es ohne Subventionen anders wäre? Zumindest wären nicht mehr soviele NGOs und andere mit an den Töpfen und müssten sich andere Geldquellen suchen. Das Ganze geht sowieso nicht von heute auf morgen, sollte aber ernsthaft diskutiert werden über einen längeren Zeitraum, zumal,die Inflation in den vergangen Jahrzehnten seit Einführung schon ca. 50 % an Kaufkraft genommen hat und ein nicht unerheblicher Teil der Subventionen an die Verpächter fließt, von denen auch immer weniger in den ländlichen Regionen leben, so dass die Kaufkraft abfließt.

von Wilhelm Grimm

Für uns ist das Maß voll,

beim BMEL ist die Maß wohl zu voll gewesen.

von Wilhelm Grimm

"Knüppel aus dem Sack"

aber Tischlein deck dich nicht aus deutschen Landen frisch auf den Tisch.

von Torsten Kremershof

Warum gehen wir nicht endlich auf die Barikaden !!

Habe es schon mehrfach geschrieben . Die Regelungswut der Bundesregierung und EU kennt keine Grenzen mehr. Die Landwirtschaft in Deutschland wird abgeschafft ! Dann sollten wir aber genau wie auch der Ausstieg aus der Braunkohle uns das bitte finanziell vergüten lassen . Die deutsche Agrarbranche ist mit rund 50 Milliarden Euro verschuldet . Dieses Geld fordern wir ein vom deutschen Steuerzahler . Entschuldung , strukturelle Förderung um Landwirte in der Industrie unterzubringen , Frühverentung und Ausstiegshilfen !! Unsere Flächen müssen vom Staat oder den Umwelt Verbänden zum Baulandpreis gekauft werden . Natürlich mit einem hohen Steuerfreibetrag ! Und schon kann für Politik, Bürger und Exportindustrie das süße Leben beginnen ! Deutschlands ländliche Gebiete verwandelt man in Urwälder zurück und Wolf und Bär sind willkommen !! Also DBV handel uns endlich was aus !!

von Thomas Blöthner

Ein großes Land

im Osten schickt sich schon an unsere Versorgung mit Nahrungsmittel zu übernehmen. Die Energieversorgung läuft ja schon ..... Hier saufen sich gerade gewisse Kreise die Welt schön und erfinden die Landwirtschaft ganz neu. Und wer da alles Fachwissen hat - kaum zu glauben. lg

von Rudolf Rößle

Bio

alle sind 2023 Bio. Frau Klöckner hat nur vergessen es zu sagen.

von Wilhelm Grimm

Glückliche Bayern !

Die haben nur: "Schwieriger als fast alles"

von Wilhelm Grimm

Wie bereits die Gas-Pipeline angekündigt hat:

"EUROPA ist am Ende".

von Wilhelm Grimm

NEUDEUTSCH:

"BÜROKRATIEABBAU"

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Wer es noch nicht gemerkt hat,

die bäuerliche Landwirtschaft wird abgeschaft, allen Beteuerungen zum Trotz.

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