Nitratbelastung

Bundesregierung schlägt Anpassung der Düngeverordnung vor

Die Bundesregierung legt der Europäischen Kommission heute Vorschläge für eine erneute Anpassung der Düngeverordnung vor. Das hat Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens in Berlin bestätigt.

Die zwischen dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bundesumweltministerium abgestimmten Maßnahmen sollen den Brüsseler Erwartungen Rechnung tragen, die aus dortiger Sicht nach wie vor bestehenden Lücken im hiesigen Düngerecht zu schließen und damit für einen wirksameren Grundwasserschutz sorgen.

Die Maßnahmenliste umfasst insbesondere strengere Vorgaben für Gebiete mit hoher Nitratbelastung. Dazu zählen ein verpflichtender Zwischenfruchtanbau vor Sommerkulturen sowie ein Verbot der Herbstdüngung bei Wintergerste und Winterraps. Zudem sollen in den sogenannten roten Gebieten die geltenden Sollwerte für die Düngebedarfsermittlung um 20 % niedriger liegen als andernorts. Schließlich soll die Einhaltung der Stickstoffobergrenze von 170 kg pro Hektar und Jahr für organische Düngemittel nicht mehr aufgrund von Durchschnittswerten, sondern schlagbezogen erfolgen. Generell sollen die Länder in den roten Gebieten größere Spielräume erhalten, um weitergehende Maßnahmen zur Reduzierung der Nitratbelastung zu ergreifen.

„Die deutsche Düngeverordnung widerspricht weiterhin in wesentlichen Punkten dem EU-Recht zum Grundwasserschutz und muss dringend geändert werden“, erklärte derweil Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff. Die wiederholte Behauptung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die Düngeverordnung sei durch EU-Recht gedeckt, erweise sich damit als falsch. AgE

Faire Milch des BDM in finanzieller Schieflage

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Agra Europe (AgE)

Schreiben Sie Agra Europe (AgE) eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Walter Rothenbacher

Was ist anders

zwischen der Deutschen und der Europäischen Düngeverordnung? Wissen das überhaupt unsere Landwirtschafts - und Umweltminister. Unser Holländische Kollegen Düngen bestimmt nicht weniger.

von Wilhelm Grimm

Das Duo Merkel/Klöckner auf Abwegen

zum modernen Bauernlegen. Das haben die doch bereits auf der GRÜNEN WOCHE gewusst und geschwiegen. Geht man so mit Bauern und deren Familien um?

von Hubert Dabbelt

Es geht doch gar nicht um das Nitrat sondern um die Abschaffung der Tierhaltung. Big Green wird es durchsetzen!

von Guido Steger

Falscher Ansatz !!

Wenn ihr Glaubt das mit Stickstoff Reduktion ihr ans Ziel kommt dann Irrt ihr euch. Boden Bearbeitung muss drastisch reduziert( noch besser Dierektsaat oder Stip till ) , das heisst Herbizid loser Ackerbau ist Tot. Mineraischer Stickstoff muss Platziert gedüngt werden, nur so kommt ihr die Nitrat Auswaschungen in Griff.

von Wilhelm Grimm

Dann muss Ministerin Klöckner zurücktreten !

Minister müssen entwickeln und nicht abwickeln.

von Wilhelm Grimm

Das glaub`ich nicht,

Dafür habe ich meinen Beruf nicht gelernt.

von Albert Maier

Die dummen Deutschen ...

.... lassen sich ohne Gegenwehr am Nasenring durch die EU-Arena ziehen und die infatilen Grünen freuts...

von Oliver Schaub

Spiegelbild

Das ist dasselbe Problem, wie bei der aktuellen Dieseldiskussion! In anderen EU Ländern stehen die Messstationen zum Teil 50m vom Straßenrand entfernt, hier sind die Werte top. Bei uns stehen die Stationen praktisch 1m neben dem Auspuff. Wundert man sich dann über solche Werte? Und das gleiche Prozedere wiederholt sich bei den Nitratmessungen im Grundwasser. Bei uns werden zum Teil stillgelegten Brunnen angegeben, von denen man weiß, daß sie sehr hohe Werte haben! In anderen Ländern gibt man halt die Meßwerte von niedrigen Brunnen an. Das ist Deutschland und wir müssen das ausbaden!

von Renke Renken

An allen Enden und Ecken

wird in D daran gearbeitet, die Landwirtschaft kaputt zu machen, Bauämter, Politik, Umeltverbände , grüne Parteien und deren Nachahmer, Tierschützer, der ganze Auflagen-, Vorschriften- und Kontrollwahn, Verordnungen und Vorschriften und Dokumentation, irgendwie muß man die Bauern doch kleinkriegen.

von Norbert Schulze-Darphorn

Richtlinien zur ordnungsgemäßen Messung der Nitratwerte

währen das wichtigste ( falls es so etwas noch nicht gibt). Sonst wird in Deutschland wieder Oberkante Grundwasser gemessen und im Rest Europas in 100 m Tiefe. Auch der Zeitpunkt und die Dichte des Messenetzes sollte festgelegt werden damit vergleichbare Ergebnisse ermittelt werden können. Könnte ja sein das sich einige "rote" Gebiete dann in Luft auflösen.

von Gerd Uken

Und der Unterschied zu Carola v. Schouten

Die hat für ihren Berufsstand die Degoration herausgehandelt, die müsste es ja dann auch für unsere Gebiete geben wo die Werte unterschritten werden. Ist doch nur gerecht. Die Niederländer verschiffen ja den separierten Mist noch und lassen ihn in Lettland durch die BGA laufen. Das ist eine Win Win Situation für alle. Ob Frau Klöckner sich dessen bewusst ist was sie da wieder aushandelt

von Gregor Grosse-Kock

Düngeverordnung

Hauptsache die Abwasserklärwerke ca 10% Stickstoff und die Lkw mit Adblue 6-8 % vom Dieselverbauch und damit 3.6 Mio to Harnstoff nehmen an der Dünge VO mit Teil Herr Ostendorf sorgt nur dafür das ein Gross die Produktion einstellt. Er hat nur einen Pseudoschuldigen gefunden. Der DBV macht auch mit weil er nicht bis zu Ende denken will oder kann!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen