Energiepolitik

Chef der Stadtwerke Wuppertal wird neuer Energiestaatssekretär

Andreas Feicht, seit 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung der WSW Wuppertaler Stadtwerke, tritt am 1. Februar 2019 die Nachfolge von Rainer Baake an.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beruft den 47-jährigen Andreas Feicht zum beamteten Staatssekretär für Energie und Digitales. Er wird damit am 1. Februar Nachfolger von Rainer Baake, der offiziell aus Enttäuschung über den Inhalt des Koalitionsvertrages im Frühjahr 2018 gekündigt hatte. Damit war die Stelle im Ministerium jetzt ein halbes Jahr offen.

Feicht gilt als pragmatisch

Feicht ist seit 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, der WSW mobil und Vorstandsvorsitzender der WSW Energie & Wasser AG. Mit seiner Berufung ende eine monatelange Suche, bei der sich Altmaier einige Absagen eingehandelt habe, berichtet das Handelsblatt. Feicht, der laut Handelsblatt als umgänglich und pragmatisch gelte, könnte u.a. dafür sorgen, dass die Anliegen der Stadtwerke im Ministerium noch besser gehört würden. Der studierte Betriebswirt ist zudem seit sechs Jahren Vizepräsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU).

Branche begrüßt die Ernennung

Der Bundesverband Windenergie (BWE) begrüßt die Ernennung und erhofft sich von Feicht neue Impulse für eine konzentrierte Umsetzung des Koalitionsvertrags. „Es ist ein wichtiges Signal, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit seinem neuen Energiestaatssekretär einen ausgewiesenen Praktiker der kommunalen Energiewirtschaft für diese Schlüsselposition zur weiteren Ausgestaltung der Energiewende gewinnen konnte“, erklärt BWE-Präsident Hermann Albers. Feicht habe sich in den vergangenen Jahren stark für die Markt- und Systemintegration erneuerbarer Energien sowie die Flexibilisierung von Angebot und Nachfrage engagiert. Sein starkes Plädoyer für eine CO₂-Bepreisung u.a. auf der Stadtwerke Tagung 2018 stimme den Verband zuversichtlich, dass auch dieses Thema zurück auf die politische Agenda komme.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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