Entlasten Sie mit Gülle Ihr Düngerkonto Premium

So kalkulieren Sie die Güllemenge je nach Schnitt, Termin und Konsistenz möglichst präzise.

Nutzen Sie die Gülle bewusst als Dünger! Damit schonen Sie auch Ihren Geldbeutel. Denn Rindergülle hat je nach TS-Gehalt und aktuellen Mineraldünger-Preisen einen Wert von 8 bis 11 € je m³. Der reine Nährstoffwert beträgt nach Abzug der Ausbringkosten 5 bis 8 €/m³.

Die in der Gülle enthaltenen Grundnährstoffe Kalium, Phosphor und Magnesium können Sie in der Nährstoffbedarfsermittlung voll anrechnen, da diese wie mineralische Dünger wirken. Bei mittleren Nährstoffgehalten bringen Sie mit 25 m³/ha Rindergülle etwa 125 kg K2O, 40 kg P2O5 und 20 kg MgO aus. Damit decken Sie die K2O- und P2O5-Entzüge eines Schnittes von 30 bis 35 dt TM/ha voll ab.

In Rindergülle liegen ungefähr 50% des Stickstoffs in Ammonium-Form (NH4-N) vor, der in der Düngewirkung mit Mineraldünger-N vergleichbar ist. Der restliche, organisch gebundene N ist als kontinuierliche N-Quelle zu bewerten, da er teilweise über die Mineralisation pflanzenverfügbar und damit zumindest zum Teil anrechenbar ist. Kalkulatorisch wird der organisch gebundene Stickstoff mit 40% angesetzt.

Die gesamte N-Wirkung der Gülle lässt sich in etwa berechnen, wenn man den NH4-N mit dem Faktor 1,4 (bei Mischgülle mit 1,2) multipliziert. Das Multiplizieren des Gesamt-N-Gehaltes mit dem Faktor 0,7 kommt zum gleichen Ergebnis.

Nach der alten und der neuen DüngeVO liegt die N-Obergrenze für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft bei 170 kg N/ha. Lagerungs- und Stallhaltungsverluste sind bereits abgezogen. In der Nährstoffbedarfsermittlung sind die 170 kg N/ha nicht voll anzurechnen. Daraus ergibt sich bei einem durchschnittlichen NH4-N-Gehalt in Rindergülle von 50% ein anrechenbarer N von 120 kg/ha.

Grundlage der Düngeberechnung sollte grundsätzlich eine genaue Gülleanalyse im Labor, zumindest aber eine NH4-Schnellbestimmung (z.B. Quantofix, N-Volumeter) vor dem Ausbringen, sein. Richten Sie die Güllemenge nach dem Nährstoffbedarf für die Futterproduktion aus.

Die Nährstoffe der Herbstgülle sind in der Frühjahrsdüngung mit anzurechnen. Zumindest der NH4-Stickstoff ist voll anzusetzen. Dass bei praxisüblicher Gülledüngung der N-Bedarf zum ersten Aufwuchs meist mehr als gedeckt ist, wenn man die N-Gehalte der Herbst- und Frühjahrsgülle berücksichtigt, zeigt folgendes Rechenbeispiel:

  • Gülle im Herbst: 12 m3/ha x 2 kg NH4 je m3 = 24 kg NH4/ha
  • Gülle im Frühjahr: 25 m3/ha x 2 kg NH4/m3 x 1,4 = 70 kg anrechenbarer N
  • Wirksamer Stickstoff Herbst + Frühjahr 94 kg N/ha

Eine mineralische Ergänzungsdüngung ist nicht mehr nötig.

Die Mengen begrenzen!

Wie bei allen Mehrnährstoffdüngern wird auch bei der Gülle die...

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