Getreide: Mit Additiven den Beizschutz optimieren Plus

Fungizide Beizen schützen keimendes Getreide vor Krankheiten wie Flugbrand, Schneeschimmel, Schwarzbeinigkeit und Fusarien. Ob Additivzusätze die Wirkung verbessern können, hat die Uni Kiel in neuen Versuchen geprüft.

Mit der Saatgutbeizung lassen sich viele pilzliche Schaderreger bereits zur Aussaat im Herbst kostengünstig ausschalten. In erster Linie wirken die Mittel gegen samenbürtige Krankheiten. Dazu gehören z.B. Flugbrand an Gerste und Weizen, die Streifenkrankheit der Gerste oder Stängelbrand beim Roggen. Gleichzeitig schützen sie die Keimlinge und jungen Pflanzen in den Wintermonaten vor Krankheiten wie Fusarium, Schneeschimmel, Septoria nodorum und teilweise auch Typhula.

Beizen unter Beschuss:

Weil die Wirkstoffe bei der Saatgutbeizung gezielt an das Korn gelangen, ist sie seit jeher die wirtschaftlich und ökologisch effizienteste Methode gegen Schaderreger. Bei zertifiziertem Getreide sichert dieser vorbeugende Schutz die Saatgutqualität ab und ist somit die Grundlage für konventionelle Anbausysteme. Seit dem Bienensterben im Jahr 2008 in Süddeutschland stehen Beizapplikationen allerdings in der öffentlichen Kritik. Damals verursachten Stäube von insektiziden Beizen einen Bienenunfall. Grund dafür war eine schlechte Beizqualität an Maissaatgut. In der Folge kam es zum Ruhen von Zulassungen.

Um die Einsatzsicherheit von Beizmitteln zu verbessern, hat die Branche in den letzten Jahren neue Mittel entwickelt und Produktformulierungen geändert (z.B. neue Haftsticker). Ein weiterer Weg, um Beizmittel effizienter zu machen, ist der Zusatz von Additiven.

Ob diese Ergänzungsprodukte mögliche Schwachstellen in der Getreidebeizung schließen können, hat die Uni Kiel in umfangreichen Versuchen geprüft. Dabei ging es um folgende Kernfragen:

  • Vermindern Additive den Abrieb von Wirkstoffen vom Saatkorn und damit die Staubentwicklung?
  • Verändern die Zusatzstoffe die Fließ-eigenschaften des Saatguts?
  • Ist die Beizmittelverteilung auf den Körnern mit Additiven besser?

Das Beizen erfolgte im Versuch nach einem festen Protokoll. Alle Varianten wurden mit Wasser auf ein bestimmtes Level angehoben, sodass die applizierte Lösungsmenge immer bei 1 ml/100 g lag. Die Aufwandmengen der geprüften...

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