Was leistet der neue Mastitis-Schnelltest? Premium

Ein neuer Mastitis-Schnelltest soll bereits nach 12 bis 14 Stunden eine gezielte Behandlung ermöglichen – und so Antibiotika einsparen. Wie funktioniert der Test? Was sind die ersten Erfahrungen von Landwirten und Tierärzten?

Mastitis-Schnelltests etablieren sich immer stärker in der Milchproduktion. Denn sie sind handlich und effektiv: Der Landwirt kann selbst eine Milchprobe ziehen und nach 24 Stunden den Erreger der Euterentzündung ablesen. Das verbessert den Behandlungserfolg. Bewährte Schnelltests sind zum Beispiel der Speed Mam Color (Virbac), der VétoRapid (Vetoquinol) oder die Petrifilm Platten (3M).

Noch einen Schritt weiter geht jetzt der Mastitis-Schnelltest „mastDecide“. Die Hochschule Hannover entwickelte ihn unter der Federführung von Prof. Volker Krömker. Der Test zeigt schon nach 12 bis 14 Stunden, also zur nächsten Melkzeit, die Erregergruppe an. Diese Methode verspricht ein hohes Einsparpotenzial für Antibiotika.

Gut zu wissen:

Der Test unterscheidet zwischen Gram-positiven und Gram-negativen Erregern in der Milchprobe beziehungsweise zeigt an, wenn kein Erreger nachgewiesen werden kann. Der Vertrieb des Tests läuft über die Firmen MSD und QuIdee. Der Landwirt erhält den Test für etwa 5,80 € beim Hoftierarzt. Hinzu kommen die Kosten für den Kauf eines Inkubators. Ein einfaches Gerät kostet etwa 60 bis 70 €, ein Brutschrank rund 200 €.

Von der Probe zur Behandlung:

Die Handlungsempfehlung von Prof. Krömker sieht vor, bei jeder Euterentzündung einen Schnelltest anzusetzen. So sollte der Landwirt dabei vorgehen (Übersicht auf...

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