Damit’s auch wirklich wirkt! Premium

Was nutzen ausgeklügelte Mischungen, wenn die Wirkung durch zu hartes Spritzwasser, zu hohe pH-Werte der Brühe oder falsche Additivzusätze beeinträchtigt ist? Gerade bei zunehmenden Resistenzproblemen ist jedes Prozent Wirkungsgrad wichtig. Rund 95 bis 99,9 % der Spritzbrühe besteht aus Wasser. Es kann weich oder hart, kalk- oder eisenhaltig, leicht sauer oder alkalisch und warm oder kalt sein. Von diesen Eigenschaften hängt es ab, wie gut sich Pflanzenschutzmittel in der Spritzbrühe lösen, wie schnell sie abgebaut werden und wie gut sie letztlich wirken. Die Wirkung der Mittel hängt aber auch davon ab, wie gut man die Zielfläche trifft. Je nach Tropfengröße und Geschwindigkeit fallen die Tropfen bis auf den Boden, oder sie benetzen nur die oberen Blätter bzw. schweben in der Luft und werden verweht. In Fahrtrichtung gelangt zudem mehr Wirkstoff auf das Ziel als gegen die Richtung. Sind die Spritztropfen dann auf dem Blatt gelandet, sollten sie die Blattfläche möglichst gut benetzen. Einige Tropfen bleiben an der Oberfläche haften, andere dringen dagegen schnell durch die Wachsschicht und Kutikula in das Pflanzeninnere ein. Vom Einrühren der Mittel in das Spritzwasser bis an den Zielort sind die Wirkstoffe demnach vielen Einflüssen ausgesetzt. Nur wer diese optimiert, erreicht die volle Wirkung. Wasserhärte und pH-Wert richtig einstellen! Wenn unser Wasser generell weniger als 12° dH (deutsche Härtegrade) hätte, könnten wir viel Pflanzenschutzmittel einsparen. Leider hat jedoch ein Drittel Härtegrade von über 25° dH und ist somit als hart einzustufen. Rund die Hälfte des Wassers ist mittelhart. Untersuchen können Sie die Wasserhärte z. B. bei einigen Landhändlern (ca. 40 €). Die Wasserhärte hat nichts mit dem pH-Wert zu tun, sondern mit in Wasser gelösten Mineralstoffen. Hartes Wasser entsteht, wenn es über Steine oder Sand fließt und es daraus Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan oder Natrium löst. Diese Mineralstoffe sind dann als (Bi-) Carbonate (Kalk), Sulfate oder Chloride im Wasser enthalten. Vor allem das Kalzium, aber auch zwei- und höherwertige ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Preisabschlüsse: Was heißt das für die Milchpreise?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen