Frühe Weizensaat, nasses Frühjahr Plus

Ist der Druck mit Pilzkrankheiten hoch, können bis zu drei Fungizideinsätze erforderlich werden.

Mit einem hohen Krankheitsdruck müssen Sie in früh gesätem Weizen (Ende September/Anfang Oktober), bei Anbau höher anfälliger Sorten (Tobak, Benchmark, Kashmir, Rumor) und in feuchten Frühjahren rechnen. Frühsaaten sind generell stärker gefährdet, weil in diesen der Ausgangsbefall mit Septoria tritici immer höher ist als in Normalsaaten. In Spätsaaten entwickeln sich dagegen im Herbst und milden Wintern kaum Krankheiten.

Empfehlungen zum Spritzstart

Strategien für Situationen mit höherem Krankheitsdruck – wenn also ab dem 20. April anhaltend bis in den Mai hinein wiederkehrende Niederschläge für günstige Septoria-Infektionsbedingungen sorgen (andauernde Blattnässe über 30 Stunden) – entnehmen Sie der Übersicht 1. Es gilt: Je mehr Regen, umso höher ist die Ausbreitungsgefahr von Septoria.

Bei der ersten Behandlung ist es in diesen Fällen wichtig, in anfälligen Sorten und früh gesäten Beständen viel Wert auf eine gute Septoriawirkung zu legen. Spritzungen vor EC 31 sind in der Regel allerdings wenig wirtschaftlich. Wegen der besseren Dauerwirkung empfehlen sich Einsätze um EC 32. Dann schiebt der Weizen bereits das drittletzte Blatt, was von den Fungiziden dann geschützt wird. Letztendlich bestimmt der Regen, sprich die Infektion, den genauen Termin.

Neben Septoria ist in solchen Situationen zu entscheiden, welche Krankheiten zusätzlich bekämpfungswürdig sind. Anhaltend feuchte Witterung begünstigt Schneeschimmel und Halmbruch, ist aber ungünstig für Mehltau und Rostkrankheiten. Falls allerdings nach milder Winter- und warmer Märzwitterung Ausgangsbefall mit Gelbrost und Mehltau vorkommt, kann eine breite Wirkung der ersten Behandlung erforderlich werden. Eine entscheidende Rolle spielt dann die Anfälligkeit der angebauten Sorte. Gegenüber Gelbrost sind Benchmark, Reform, Maddox u.a. anfällig. Schwächen bei Mehltau weisen z.B. Bergamo und Elixer auf.

Je nach Krankheit eignen sich folgende Fungizidkombinationen für die erste Behandlung:

  • Gegen Septoria wirkt Amistar Opti bei vorbeugendem Einsatz (also vor Niederschlägen) sehr gut. Zusätzlich lassen sich damit Neuinfektionen von Gelb- und Braunrost verhindern. In Kombination mit Mirage ist eine Kurativwirkung von bis zu vier Tagen und eine...


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen