Nach dem 1. Schnitt ist noch lange nicht Schluss! Premium

Bewirtschaften Sie Ihre Folgeaufwüchse genauso intensiv wie den 1. Schnitt. So können Sie Qualität und Menge Ihrer Silagen verbessern. Tipps gibt Dr. Heidi Jänicke, Landesanstalt für Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern, Dummerstorf.

Normalerweise bringt der erste Aufwuchs den höchsten Ertrag und die beste Qualität. Doch auch danach ist es wichtig, die Folgeaufwüchse intensiv zu beobachten. Denn nur wer seine Schnitte von der ersten bis zur letzten Nutzung vorausschauend terminiert, kann eine hohe und stabile Futterqualität sichern. Fehlt es nach dem 1. Schnitt im Betrieb an energiereicher (früher Schnitt) oder faserreicher Grassilage (späterer Schnitt), können Sie mit den kommenden Aufwüchsen die Futtersituation entsprechend ausgleichen. Denn durch diese lassen sich Trockenmasseertrag und Qualität steuern.

Was leisten Folgeschnitte?

Der Anteil der einzelnen Schnitte am Gesamt­ertrag kann sehr unterschiedlich ausfallen. Das zeigen ein mehrjähriger Landessortenversuch (LSV) Deutsch Weidelgras auf Mineralboden (sandiger Lehm, Ackerzahl 55) und ein 15-jähriger Praxisversuch auf Niedermoor Grünland (siehe Übersicht 1).

  • Der 1. und 2. Aufwuchs insgesamt brachten im LSV und in dem Praxisversuch etwa 60 % des TM-Jahresertrages.
  • Der 2. und 3. Aufwuchs der Deutschen Weidelgräser kamen auf jeweils knapp 20 % des Jahresertrages.
  • Auf Dauergrünland waren der 2. und 3. Schnitt mit 35 bzw. 30 % des Jahres-ertrags ergiebiger als der 1. Schnitt mit 25 %.
  • Vom 4. bis 5. Aufwuchs der Deutsch Weidelgräser ließ sich in unterschiedlichen Höhen weniger ernten. Dies liegt daran, dass die Bestände bzw. Bestandesbildner entsprechend ihrer Reifegruppe eine unterschiedliche Nutzungsreife aufweisen.

Standort und Jahr:

Wie hoch der Anteil der einzelnen Schnitte am Jahresertrag ausfällt, hängt auch vom Standort ab. Die Ertragsergebnisse für Deutsch Weidelgras aus Übersicht 1 entstanden in Mecklenburg-Vorpommern in Regionen mit 520 bzw. 530 mm Jahresniederschlag im langjährigen Mittel. Die hier im Sommer nicht selten begrenzte Wasserversorgung auf Mineralböden verhindert höhere TM-Erträge der späteren Schnitte.

Auf den Niedermoorstandorten des Praxisgrünlandes dagegen is

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