Bullen auf die Waage!

Nur wenige Bullenmäster kontrollieren regelmäßig das Gewicht ihrer Tiere. Wir erklären die Vorteile des Wiegens und zeigen, wie Betriebe den Ablauf sicher gestalten.

Viele Bullenmäster scheuen sich davor, ihre Tiere mehr als nötig durch den Stall zu treiben. Kein Wunder, denn der Umgang mit Bullen ist nicht ungefährlich! So gehört auch das regelmäßige Wiegen der Schwergewichte eher zu den seltenen Praktiken im Stall. „Das Wiegen ist mit Arbeitsaufwand verbunden und kann Unruhe bei den Bullen auslösen“, erklärt Matthias Lambers, Berater für Bullenmast beim Beratungsring Osnabrück. Daher wiegen viele Betriebe ihre Bullen nur beim Ein- und Ausstallen auf dem Viehwagen. Die dabei ermittelten Gewichte dienen darüber hinaus meist eher zur Kontrolle von Lieferschein bzw. Schlachtabrechnung.

kontrolle bringt Vorteile

Das regelmäßige Wiegen der Bullen kann sich für den Mäster aber betriebswirtschaftlich lohnen. Denn Rationsberechnungen für Bullen beruhen oft auf Standardwerten, die in vielen Fällen nicht zu den tatsächlichen Leistungen im Betrieb passen. Diese können je nach Herkunft der Bullen stark schwanken, weiß Lambers.

„Durch die langen Mastzeiträume von bis zu 18 Monaten verschenken Landwirte im schlimmsten Fall viel Geld, wenn sie die Tageszunahmen der Tiere nicht zwischendurch kontrollieren“, ist der Berater überzeugt. Denn bei schlechten Leistungen...