Trafoverluste vermeiden Plus

Netzbetreiber berechnen oft pauschale Trafoverluste und hohe Entgelte für Blindleistung. Das können Sie umgehen.

Der Transformator (kurz: Trafo) gehört zu fast jeder Biogasanlage wie der Fermenter oder das Blockheizkraftwerk (BHKW). Denn damit wird der erzeugte Strom so umgewandelt, dass er ins Mittelspannungsnetz eingespeist werden kann.

Dieser Schritt verursacht jedoch Leistungs- und Umwandlungsverluste. „Bei Volleinspeisungen ist der Stromzähler, der die erzeugte Strommenge misst, meistens auf der Niederspannungsseite vor dem Trafo installiert“, sagt Sebastian Kremer von Münch Energie, einem der größten Dienstleister für die Installation und Wartung von Erneuerbare-Energien-Anlagen aus Rugendorf (Bayern).

Verluste genau berechnen

Doch im Trafo entstehen Umwandlungsverluste. Bei einer Volleinspeisung speist der Anlagenbetreiber vermeintlich 100% des erzeugten Stroms ins Netz. „Doch viele Netzbetreiber ziehen pauschal 1,5% der Einspeisemenge für Trafo- und Leitungsverluste ab, sodass der Betreiber nur 98,5% vergütet bekommt“, rechnet Kremer vor. Bei einer Biogasanlage mit 500 Kilowatt (kW) Leistung wäre das ein Verlust von rund 60000 kWh oder (bei 20 ct/kWh Einspeisevergütung) 12000 € im Jahr.

„Was viele Betreiber nicht wissen: Man kann diese Verluste auch berechnen“, erklärt Kremer. Dafür benötigt der Betreiber das Datenblatt des Trafoherstellers. Anhand der Anlagenleistung, der Trafogröße, der angegebenen Verluste usw. errechnen Dienstleister wie Münch Energie die tatsächlichen Verluste. Kremer nennt ein Beispiel mit einem Trafo mit 1000 kVA. Die Einheit kVA (Kilovolt-Ampere) beschreibt die Scheinleistung (siehe Zusatzinfo) und ist in diesem Fall gleichbedeutend mit Kilowatt (kW). Bei einem BHKW mit...

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