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GVO-freie Milch: Sinnvoll oder vermessen?

Es scheiden sich die Geister darüber, ob ausreichend GVO-freies Futter für die Milchkuhfütterung vorhanden ist. Die Zusammenfassung einer Diskussion, die hinter den Kulissen stattfindet.

Spätestens mit dem Beginn des Ukrainekrieges steht in der Milchbranche die Frage im Raum, wie notwendig das grüne Label des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) auf Milchprodukten ist. Das Siegel besagt, dass der Packungsinhalt GVO-frei ist, was eine entsprechende Fütterung der Milchkühe erfordert. Organisationen, wie z.B. der Deutsche Bauernverband befürchten jetzt allerdings, dass GVO-freies Eiweißfutter wie Raps- oder Sojaschrot schon bald nicht mehr am Markt verfügbar sein könnte – und wenn, dann zu horrenden Preisen, die allein die Landwirte zahlen. Zudem stellt sich die Frage, ob das Festhalten an einer GVO-freien Milchproduktion bei einer drohenden Lebensmittelknappheit nicht vermessen ist.

Beim Berliner Milchforum Anfang April diskutierten Vertreter der Branche deshalb, ob es sinnvoll wäre, gänzlich auf die VLOG-Kennzeichnung zu verzichten und dem Handel dafür z.B. ein anderes Label anzubieten, wie „entwaldungsfreie Futtermittel“.

Lächerliche Diskussion?

In dem sozialen Netzwerk LinkedIn echauffierte sich daraufhin VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting über die gesamte Diskussion. Er warf „einigen Firmen und Verbänden“ vor, „den Krieg in der Ukraine schamlos auszunutzen, um das Rad zurückzudrehen“ und bezeichnete die Sorge, dass GVO-freie Eiweißfuttermittel...

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