Haben die Getreidepreise den Zenit überschritten?

Die Kurse für Weizen, Gerste und Co. sind immer noch hoch, sie bekamen zuletzt aber auch Gegenwind. War es das für 2021/22 oder lohnt es sich, weiter mit Verkäufen zu warten?

Eigentlich wollte ich meinen restlichen Lagerweizen ja erst Anfang 2022 verkaufen, aber jetzt bin ich nicht mehr sicher, dass das richtig ist“, sagt ein niedersächsischer Ackerbauer. Auch etliche seiner Berufskollegen aus anderen Regionen, die noch unverkauftes Getreide der Ernte 2021 haben, hadern mit ihrem Vermarktungstiming. Sie haben ebenfalls fest damit gerechnet, dass die Preise stetig steigen, und bis Ende November sah es auch danach aus. Doch dann drehte sich der Wind. „Statt Schlusskursen von fast 310 €/t notiert die Matif jetzt 280 bis 287 €/t für vorderen Weizen, deshalb haben die Erfasser auch ihre Erzeugerpreise gesenkt,“ berichtet ein Analyst. Wie soll man darauf reagieren?

Haken Sie die Saison nicht ab!

Normalerweise führen überraschende Preisausschläge nach unten dazu, dass das Angebot steigt. Und einige Händler berichten in der Tat von einer zunehmenden Verkaufsbereitschaft der...