BMEL unterstützt Ökolandbau in der Ukraine

Die Regeln für den Ökolandbau in der Ukraine sollen besser mit dem EU-Recht vereinbar werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unterstützt die Weiterentwicklung des Ökolandbaus in der Ukraine. Staatssekretär Michael Stübgen betont die Wichtigkeit einer bilateralen Zusammenarbeit.

Die Regeln für den Ökolandbau in der Ukraine sollen besser mit dem EU-Recht vereinbar werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unterstützt die Weiterentwicklung des Ökolandbaus in der Ukraine. Staatssekretär Michael Stübgen reiste dafür vergangene Woche in die Ukraine und betonte die Wichtigkeit einer bilateralen Zusammenarbeit.

Die Bedingungen für Ökolandbau in der Ukraine sind gut. Der ukrainische, aber auch der ausländische Markt für Bio-Lebensmittel wächst. Um den Sektor jedoch im Bereich effektiver Kontrollmechanismen und Zertifizierung weiterzuentwickeln, unterstützen Deutsch-Ukrainische Kooperationsprojekte private und öffentliche Akteure aus der Ukraine im Ökolandbau.

„Uns kann es nur gut gehen, wenn es auch unseren Nachbarn gut geht“, sagte BMEL_Staatssekretär Michael Stübgen zur Begründung der Deutsch-Ukrainischen Zusammenarbeit. Das gemeinsame Projekt „Ökologische Landwirtschaft“ existiert bereits seit 2016 und legt besonderes Augenmerk auf die Beratung zur Gesetzgebung im Biolandbau in der Ukraine, erklärt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gegenüber top agrar. Ein neues Gesetz soll den Ökologischen Landbau der Ukraine besser mit der gesetzlichen Grundlage des EU-Rechts vereinbar machen. Zu diesem Zweck arbeitet das Projekt eng mit dem ukrainischen Agrarministerium und anderen Verwaltungsstellen zusammen.
Stübgen war vergangene Woche erst zur Sitzung des Deutsch-Ukrainischen Agrarausschusses in die Ukraine gereist. Das BMEL fördert derzeit fünf Projekte im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung (MAPE). Im Fokus des aktuellen Treffens stand insbesondere das Vorhaben im Ökolandbau.

Ziel des Projektes ist darüber hinaus die Stärkung der Aus- und Weiterbildung von Fachleuten, Betriebsleitern und Hochschuldozenten. Dafür geben deutsche Experten ihre Erfahrungen zu Grundlagen des Ökolandbaus weiter, beispielsweise bei entsprechenden Seminaren, Workshops und Exkursionen. Ein nächster Schritt soll, nach Auskunft des BMEL, die Einführung einer Online-Wissensplattform sein. Die Plattform könne beispielsweise Dozenten ukrainischer Universitäten oder landwirtschaftliche Betrieben Informationen zur Gesetzgebung, Lehrmaterialien etc. bieten
 
 
 


Diskussionen zum Artikel

von Matthias Zahn

Hoppla,

die höheren Biopreise und damit einhergehenden Gewinne der Bauern sind dem BMEL wohl ein Dorn im Auge. Jetzt wird versucht auf diesem Weg mehr Bioware auf den Markt zu bringen. Ein Schelm wer böses dabei denkt! Hatte Frau Hartwig neulich nicht deutlich gemacht das BMEL wolle nur noch ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Das ist nur eine Einbahnstraße mit viel Geschmäckle,

wenn nicht gleichzeitig der Erwerb landwirtschaftlicher Flächen durch deutsche Landwirte ermöglicht wird. Dazu gehört dann ganz besonders der Schutz ausländischen Eigentums.

von Wilhelm Gebken

Hintergrund: Die deutsche Biowirtschaft braucht sauberes Getreide um damit das versiffte einhheimische Biogetreide verschneiden zu können

Die Ukraine hat Kontinentalklima. Unter diesen Voraussetzungen haben pilzliche Schaderreger kaum eine Chance. Ukrainisches Getreide war zu allen Zeiten in dieser Hinsicht "besser" als deutsches. Daüber hinaus (auch wegen diesem Klima) die fruchtvaren Schwarzerdeböden

von Wilhelm Gebken

Hintergrund: Die deutsche Biowirtschaft braucht sauberes Getreide um damit das versiffte einheimische Biogetreide verschneiden zu können

Die Ukraine hat Kontinentalklima. Unter diesen Voraussetzungen haben pilzliche Schaderreger kaum eine Chance. Ukrainisches Getreide war zu allen Zeiten in dieser Hinsicht "besser" als deutsches. Darüber hinaus (auch wegen diesem Klima) sind dort die fruchtbaren Schwarzerdeböden mit ... mehr anzeigen

von Wilhelm Bee

@W.Gebken

Die Ausbeutung der Schwarzerdevorkommen in D. hat dazu geführt, dass wir heute an vielen Standorten nur noch die Degradationsstufe "Parabraunerde" antreffen. Da der Ökolandbau gerade nicht auf diesen Standorten anzutreffen ist, ist für die Abwertung oder besser gesagt für die ... mehr anzeigen

von Wilhelm Gebken

@Wilhelm Bee: Tut mir leid, das ist nicht korrekt! Die konventionelle Landwirtschaft ist auch dafür NICHT verantwortlich, bitte nachlesen:

Zitat wikipedia: "Wird das Klima dauerhaft maritimer und damit feuchter, so ändert sich nicht nur der Bewuchs (Waldbildung). Es setzen auch bodenbildende Prozesse ein, die unter Steppenklimaten ruhen. Der Bodentyp entwickelt sich weiter bzw. degradiert. Die einsetzenden Vorgänge ... mehr anzeigen

von Petra Hoffmann-Hochhardt

Damals wie heute

waren und sind die Begehrlichkeiten der deutschen Politik nach der Ukraine, vor allem nach ihren fruchtbaren Böden hoch. Mit einer bestimmten Produktionsweise hat das eher nichts zu tun.

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