Klöckners wissenschaftliche Beiräte empfehlen andere EU-Agrarpolitik

Die Beiräte für Agrarpolitik und Biodiversität des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) empfehlen Ministerin Julia Klöckner eine deutliche Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Das geht aus zwei getrennten Stellungnahmen hervor, die sie der Ministerin heute übergaben.

Die Beiräte für Agrarpolitik und Biodiversität des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) empfehlen Ministerin Julia Klöckner eine deutliche Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Das geht aus zwei getrennten Stellungnahmen hervor, die die Vorsitzenden Prof. Dr. Harald Grethe (Agrarpolitik) und Prof. Dr. Peter Feindt (Biodiversität) der Ministerin am heutigen 4. Juni gemeinsam übergaben.

In ihren Empfehlungen für die künftige europäische Landwirtschaftspolitik gehen die Beiräte allerdings unterschiedlich weit. Während der Beirat für Biodiversität die Direktzahlungen und das Greening zu einer „systematischen Bewertung und Entlohnung der ökologischen Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe“ weiterentwickeln will, fordert der Beirat für Agrarpolitik eine „dringend notwendige, inhaltlich und strukturell grundlegende Neukonzeption“. Diese gehe „unvermeidlich mit einer Veränderung bestehender und im Sektor oft als gerechtfertigt empfundener Besitzstände einher“, schreiben die Wissenschaftler mit Blick auf die Konsequenzen ihrer Empfehlungen.

Grethe und Feindt: Beiräte sind auf einer Linie

„Daraus lassen sich allerdings keine grundsätzlich unterschiedlichen Positionen zwischen den Beiräten konstruieren“, beugen Grethe und Feindt im Gespräch mit top agrar online möglichen Falschinterpretationen von vornherein vor. „Die Empfehlungen des Beirats für Biodiversität sind auf die kurzfristig mögliche Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik ausgelegt, während die Vorschläge des Beirats für Agrarpolitik darüber hinaus eine mittel- und langfristige Perspektive entwickeln. Beide...


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Das erinnert mich an den Bauernpräsidenten Rehwinkel,

der Professor Niehaus (glaub ich ) einen Büttenredner genannt hat. Er hat recht gehabt.

von Martin Siekerkotte

Blitzmerker

Glückwunsch alle Landwirte müssen auch zu den selben umwelt u sozialstadards produzieren nicht vergessen

von Gerd Uken

Wir schaffen uns noch

selbst ab . Ich bin auch dafür die Direktzahlungen ab zu bauen- dafür bräuchten sie keine 10 Jahre . Weizenpreis wieder auf 300€/to und den Milchpreis auf mind 60 Cent/kg. Wie man das hinbekommt weiß ich auch noch nicht aber da kann sich der wissenschaftliche Beirat ja mal ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Hoffentlich hält sich mal jemand an die wissenschaftlichen Vorschläge und nicht das Geplapper von DBV und Konsorten.

von Thomas Egolf

Flächenzahlungen nur in Verbindung mit Gemeinwohlleistungen? Zählt die Nahrunsmittelproduktion auch dazu?

Ökologischen Leistungen der Betriebe werden mit Punkten bewertet. Die Höhe der individuellen Direktzahlungen hängt dann von der Zahl der erworbenen Punkte ab. Könnte man doch so verstehen: Wozu noch säen und ernten. Nur noch einen Schlepper, einen Grubber (nicht wendende ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Kauf

Betriebe, die sich vergrößert haben, haben die Zahlungsansprüche erst mal kaufen müssen. Der Umbau der ZAs, kann aber nur EU weit erfolgen. Das hätte die Auswirkung, dass die Produktivität/ ha sinkt und Preiserhöhungen durchsetzbar sind. Besonderes Interesse hat die EU aber, den ... mehr anzeigen

von Jörg Meyer

Tolle Jobmaschinen Punktesystem..

leider nicht für den landwirtschaftlichen Nachwuchs sondern für Bürokraten und Uniabsolventen...Es gibt ja auch den Ansatz nach dem 10 jährigen abschmelzen der Zuschüsse würden die Flächenkosten sinken und die Intensität abnehmen.....man sollte nicht an zu vielen Schrauben drehen, ... mehr anzeigen

von Dieter Sauerwein

stirbt das Wirtstier sterben auch alle Parasiten

von Thomas U. Cordula Schulz

Egal was kommt, es wird weniger in Deutschland landen.

Ich finde es klasse, wie alle Politiker davon ausgehen das die Zahlungen konstant bleiben und eventuell noch weiteres Geld für Umweltschutz dazu kommt. Auf die EU gesehen, im Durchschnitt, mag das ja noch klappen. Aber nach dem Breit und einer Angleichung der EU Staaten bleibt für ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

@ Thomas Egolf.

Allein das Verbot von Glyphosat und Neonics spült uns soviel Punkte und somit Staatsknete in die Bilanz, dass die Grethes und Feinds neidisch werden.

von Christian Bothe

Die Herren Wissenschaftler machen in ihren Berufen sicher eine gute Arbeit.Aber ob die futuristischen Perspektiven für die LW in EU sich so realisieren lassen?Man sollte doch mal Praktiker in die Beiräte aufnehmen,welche von der LW+ NGW leben.Öko wird immer Nischenlandwirtschaft ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Ich bin zu dumm für Professor und DIE sind zu dumm für Landwirt.

Der kleine Unterschied.

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