Der Export stützt die Milchpreise auch 2020 Premium

Ein überschaubares Angebot und rege Exporte haben die Milcherlöse zuletzt befestigt. Nicht nur Optimisten gehen davon aus, dass das im neuen Jahr so bleibt.

Unser Autor

Mathias Klahsen, Marktexperte der LWK Niedersachsen

Mathias Klahsen, Marktexperte der LWK Niedersachsen

Mathias Klahsen, Marktexperte der LWK Niedersachsen

Keine Frage: Zwei trockene Jahre mit unzureichender Grundfutterqualität und -menge in Folge haben Milchviehhalter finanziell schwer getroffen. Ihre Produktionskosten sind recht hoch und bleiben es vorerst wohl auch. Die Futtersituation bleibt mindestens bis zur neuen Grundfutterernte angespannt. Allerdings sind die Erlöse zuletzt etwas gestiegen. Optimisten halten das für einen Hoffnungsschimmer. Ist dieser Trend aber auch von Dauer?

Erzeugung stagniert zumeist

Laut des letzten Berichts des US-Agrarministeriums (USDA) bleibt der Milchmarkt vorerst fest. Die Experten erwarten nur einen moderaten Anstieg der Milchproduktion in den fünf Hauptexportnationen (siehe Übersicht oben) um 0,8% bzw. rund 2,4 Mio. t:

  • In der EU wirkt die Trockenperiode des Sommers 2019 immer noch nach. Deshalb wird sich die Milchproduktion auch bei normalen Niederschlagsmengen nur langsam erholen. Außerdem hemmen steigende Umweltauflagen die Betriebsentwicklung.
  • In den USA erwarten Analysten einen leichten Produktionsanstieg um etwa 1,7 Mio. t Milch. Getrieben wird dieser Trend von der guten Nachfrage nach US-Magermilchpulver. Die Amerikaner erwarten in 2020 einen Exportanstieg um 5% auf 718000 t.
  • In Neuseeland erwarten die Analysten nur einen moderaten Anstieg der Milchmenge um 0,5%. Die Wetterbedingungen haben sich nach einem kalten, nassen Frühling erst im Dezember mit Beginn der Sommermonate normalisiert. Eine Aufstockung der Milchviehherde...

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